Infobrief der FNR 03/2017: Grußwort

Liebe Leserinnen und Leser,

der EKF – der Energie- und Klimafonds - ist eine Chance für Innovationen, die es zu nutzen gilt. 2010 rief die Bundesregierung das Sondervermögen Energie- und Klimafonds ins Leben. Er soll dabei helfen, die Energieversorgung zu modernisieren und den Klimaschutz voranzubringen. Ein Teil der Mittel steht für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bioenergiebereich bereit, konkret verfügt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in diesem Jahr über 23 Mio. Euro. Diese Mittel werden im Rahmen von zwei von der FNR betreuten Förderschwerpunkten verwaltet. Sie fokussieren zum einen auf die Minderung von Treibhausgasemissionen bei der Bioenergiegewinnung und –nutzung (kurz: THG-Minderung), zum anderen auf die Integration von Bioenergie in bestehende und neue Energiesysteme (kurz: Systemintegration).

Ziel des ersten Schwerpunktes ist es, Energieträger aus Biomasse zum Beispiel durch optimierte Anbauverfahren oder die züchterische Anpassung der Rohstoffpflanzen noch klimafreundlicher bereitzustellen. Schließlich sind innovative und umweltfreundliche Konversionsverfahren ein Thema des Förderschwerpunktes „THG-Minderung“, u. a. auch zur Nutzung von Rest- und Abfallstoffen.

Der Förderschwerpunkt „Systemintegration“ zielt vorrangig darauf ab, Bioenergie optimal in ein Gesamtsystem aus den verschiedenen (erneuerbaren) Energien einzubinden und dabei auch Elemente wie Energieeffizienz, Sektorenkopplung, Digitalisierung, Vernetzung, Speicherung und Flexibilisierung zu berücksichtigen. Bioenergie kann hier mit speziellen Vorzügen aufwarten, sie steht dauerhaft, flexibel und wetterunabhängig zur Verfügung. Förderfähig sind theoretische und anwendungsbezogene Projekte zur Entwicklung innovativer technischer Ansätze und Geschäftsmodelle bis hin zu regenerativen Kombikraftwerken oder so genannten Reallaboren. Bei Letzteren handelt es sich z. B. um Modellkommunen oder –regionen, in denen die neuen Ansätze praktisch erprobt werden. Ein Beispiel dafür ist das Vorhaben „Energiewende Unterallgäu Nordwest“, in dem seit 2016 eine Vielzahl an Einzelprojekten umgesetzt und vernetzt werden. Ziel ist es, den erneuerbaren Endenergieanteil in einem Teil des Landkreises von heute 40 auf 60 Prozent zu steigern.

Mit Stand Ende September 2017 laufen insgesamt 72 Projekte im EKF-Schwerpunkt „THG-Minderung“, im Schwerpunkt „Systemintegration“ sind es 41. Hinzu kommen 132 Vorhaben, die bereits vor 2015 gestartet und den bis dahin geltenden Förderschwerpunkten zuzuordnen sind. Um die Ergebnisse aus den EKF-Projekten stärker zu verbreiten, intensiviert die FNR die Öffentlichkeitsarbeit.

Die Einreichung von Projektvorschlägen ist auch weiterhin möglich. Aktuell möchte ich auf den Förderaufruf „THG- und Schadstoffemissionsminderung bei kleinen und mittelgroßen Biomassefeuerungsanlagen“ hinweisen. Ich freue mich auf Ihre innovativen Ideen!

 

Herzlichst
Ihr

Dr.-Ing. Andreas Schütte

Dr.-Ing. Andreas Schütte, Geschäftsführer
Dr.-Ing. Andreas Schütte, Geschäftsführer
###top_cookie###