Infobrief der FNR 03/2018: Projektträgerschaft

Förderaufruf: „Landwirtschaftliches Bauen mit Holz“

Holz aus nachhaltiger, regionaler Forstwirtschaft hat als Baumaterial beim landwirtschaftlichen Bauen eine lange Tradition und trägt zum Klimaschutz und zur Wertschöpfung im ländlichen Raum bei. In den letzten Jahrzehnten ging seine Bedeutung gegenüber anderen Rohstoffen allerdings stark zurück. Das BMEL möchte mit dem aktuellen Förderaufruf Innovationen unterstützen, die das landwirtschaftliche Bauen mit Holz wieder stärken.

Gesucht sind Ideen für neue Holzbauprodukte und -techniken, die den Besonderheiten landwirtschaftlicher Gebäude mit großen Spannweiten oder besonderen klimatischen Anforderungen Rechnung tragen. Ein mögliches Thema ist auch die Eignung verschiedener Holzarten und Holzwerkstoffe im Hinblick auf Tierwohl, Hygiene oder Dauerhaftigkeit. Schließlich sind ökonomische und ökologische Analysen der Holzbauweise im Vergleich mit anderen landwirtschaftlichen Bauweisen oder Untersuchungen von Brandschutzaspekten förderfähig.

Bei diesem Förderaufruf legt das BMEL besonderen Wert darauf, dass die Projekte eine wirtschaftliche Umsetzung erwarten lassen.

Einreichungsfrist für Skizzen: 31.3.19

Gefördert aus: Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe

Holzkonstruktion des Neubaus eines modernen Milchviehstalls; Foto www.bauernhof-hefele.de
Holzkonstruktion des Neubaus eines modernen Milchviehstalls; Foto www.bauernhof-hefele.de

Förderaufruf: „Biobasierte Kunststoffverpackungen für Lebensmittel“

Die Entwicklung neuer biobasierter Kunststoffverpackungen für Lebensmittel ist das Ziel des neuen BMEL-Förderaufrufs. Förderfähige Themen sind ein recyclinggerechtes Design und migrationsarme Additive für die biogenen Verpackungen sowie die Erforschung der Diffusionseigenschaften von relevanten organischen Substanzen aus den Materialien. 

Der Aufruf basiert auf den Ergebnissen einer Studie, die das BMEL 2016 beauftragt hatte. Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu-Institut) analysierte mit zwei Partnern den Markt und die technischen Eigenschaften biobasierter Lebensmittelverpackungen. Der Förderaufruf setzt einen Teil der Handlungsempfehlungen der Studie um.

Projektvorschläge können für Konzeptentwicklungen bis zum 31. Januar 2019 und für industrielle Verbundforschungsprojekte bis zum 31. März 2019 eingereicht werden.

Einreichungsfrist für Skizzen: 31.1/ 31.3.19

Gefördert aus: Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe

Quelle: ©rufar - stock.adobe.com
Quelle: ©rufar - stock.adobe.com

Förderaufruf: „Biogas-Gärrückstände nachhaltiger nutzen, aufbereiten und vermarkten“

Das BMEL wirbt mit dem aktuellen Aufruf Forschungs- und Entwicklungsprojekte zum Thema „Nachhaltige Aufbereitung und Verwertung von Gärrückständen“ ein. Ein Ziel ist es, mehr Kenntnisse über Nährstoffgehalte und Humuswirkung zu gewinnen, um Gärrückstände effizient und zielgenau einsetzen zu können. Daneben strebt das BMEL an, die Ausbringungstechnik weiter zu verbessern und neue Möglichkeiten der Aufbereitung und Vermarktung zu erschließen. Schließlich sind auch Projektvorschläge zu gesellschaftlichen und kommunikativen Themen gefragt. Dies können Konzepte für Nährstoffüberschussgebiete sein oder Informationsmaterialien für Anlagenbetreiber und Verbraucher.

Einreichungsfrist für Skizzen: 18.12.18

Gefördert aus: Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe

Kleingärtner düngen häufig mit mineralischen Produkten, die mit hohem Energieverbrauch hergestellt werden. Dünger aus den in Biogasanlagen ohnehin anfallenden Gärresten könnten CO2-Emissionen einsparen.
Kleingärtner düngen häufig mit mineralischen Produkten, die mit hohem Energieverbrauch hergestellt werden. Dünger aus den in Biogasanlagen ohnehin anfallenden Gärresten könnten CO2-Emissionen einsparen.

Förderaufruf: „Flexibilisierung der Biogaserzeugung“

Projektideen für flexible Biogasprozesse wirbt die FNR im Auftrag des BMEL ein. Mit dem Aufruf sollen innovative und praxisnahe Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur flexiblen Produktion von Biogas initiiert werden. Es sollen insbesondere solche Vorhaben unterstützt werden, die innovative und praxisnahe Maßnahmen und Verfahren zur Flexibilisierung der Biogaserzeugung entwickeln bzw. weiterentwickeln. Geförderte Projekte müssen die Markterfordernisse im Blick haben und marktrelevante bzw. anwendungsbezogene Arbeiten umfassen. Die aktuelle Studie „Bewertung von Flexibilisierungskonzepten für Bioenergieanlagen - Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für sieben Anlagenbeispiele“, die im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) am Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) erstellt wurde, bietet Orientierung zu Technologien und Betriebskonzepten und enthält fundierte Daten zu den wirtschaftlichen Aspekten der Flexibilisierung von Biogasanlagen.

Dieser Förderaufruf adressiert insbesondere folgende Themenfelder:

  • Einsatz verschiedener Substrate für die Flexibilisierung
  • Weiterentwicklung von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik zur Flexibilisierung von Biogasprozessen
  • Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Anlagen- bzw. Verfahrenstechnik zur Flexibilisierung
  • Ökonomische und ökologische Untersuchungen zur Bewertung der Zukunftsperspektiven der Flexibilisierung der Biogaserzeugung
  • Wissenschaftliche Begleitung bzw. systematische Auswertung von Reallaboren/Quartieren mit Flexibilisierung der Biogaserzeugung

Einreichungsfrist für Skizzen: 31.1.19

Gefördert aus: Energie- und Klimafonds

Energie- und Klimafonds
Foto: JiSign/Fotolia

Förderaufruf: „Ausbau der Material- und Energieeffizienz in der Holzverwendung“

Die Charta für Holz 2.0 des BMEL benennt das Ziel „Ressourcen effizient nutzen“ bereits im Titel. Noch sind die Effizienzpotenziale in der deutschen Holzwirtschaft jedoch nicht voll ausgeschöpft, auch wenn es in den vergangenen Jahren bereits große Fortschritte gab. Das BMEL wirbt deshalb im aktuellen Förderaufruf „Ausbau der Material- und Energieeffizienz in der Holzverwendung“ Projektideen ein. Gesucht werden innovative Ansätze, um die Kaskadennutzung weiter zu steigern, Rohstoffe und Energie einzusparen und mehr Altholz zu nutzen.

Einreichungsfrist für Skizzen: 31.3.19

Gefördert aus: Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe

Förderaufruf: „Kleinprivatwald – Innovationen zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung“

Die Privatwaldbetreuung war bislang u. a. Aufgabe der Landesforsten oder Landwirtschaftskammern der Länder. Als Folge der Kartellverfahren in mehreren Bundesländern werden private forstliche Zusammenschlüsse insbesondere bei der Holzvermarktung, aber auch bei der Beratung künftig jedoch eine größere Rolle spielen. Um sie dabei zu unterstützen, wirbt das BMEL im aktuellen Aufruf „Kleinprivatwald – Innovationen zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung“ Ideen für neue Dienstleistungen, IT-Entwicklungen sowie technische und organisatorische Lösungen ein. Die Maßnahmen sollen in erster Linie die Effizienz und damit auch die Attraktivität der forstlichen Zusammenschlüsse erhöhen und ihren Arbeitsalltag erleichtern, sie können sich aber auch direkt an einzelne Waldbesitzer wenden. Denkbar sind u. a. neue Ansätze einer gemeinschaftlichen Bewirtschaftung und Vermarktung, etwa digitale Vermarktungsplattformen, Einkaufsgemeinschaften für Forstpflanzgut, innovative Abrechnungsmodelle oder Bürgerwaldkonzepte. Für die Ansprache der Waldbesitzer bedarf es Informationsmedien, die auch nutzungsferne Eigentümer erreichen. Schließlich sind übergeordnete Arbeiten förderfähig, um Daten zu verschiedenen Eigentümertypen zu erheben oder zum Status Quo der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse und deren betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.

Einreichungsfrist für Skizzen: 30.11.18

Gefördert aus: Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe

Neue Wege in der Holz-Selbstvermarktung beschreiten – Ziel des aktuellen BMEL-Förderaufrufs „Kleinprivatwald“. Foto: FNR/Hajkova
Neue Wege in der Holz-Selbstvermarktung beschreiten – Ziel des aktuellen BMEL-Förderaufrufs „Kleinprivatwald“. Foto: FNR/Hajkova

Forschungsaufruf „Erhalt der Gemeinen Esche als Wirtschaftsbaumart“

 

Das BMEL startete einen unbefristeten Förderaufruf zum „Erhalt der Gemeinen Esche als Wirtschaftsbaumart“. Mit ihm beabsichtigt das Ministerium, die Forschungstätigkeiten im Kampf gegen das Eschentriebsterben zu verstärken, zu vernetzen und deren Ergebnisse besser zu verwerten. Der eigens eingerichtete „Koordinierungskreis zum langfristigen Erhalt der Gemeinen Esche als Wirtschaftsbaumart“ dient als ergänzende Maßnahme.

Die Förderung der Projekte erfolgt im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“ unter dem Förderschwerpunkt „Stärkung der nachhaltigen Forstwirtschaft zur Sicherung der Waldfunktionen“. Projektskizzen können bei der FNR eingereicht werden.

Um diese und andere Forschungsaktivitäten zum Eschentriebsterben zukünftig besser abzustimmen und zu verwerten, ruft das BMEL einen entsprechenden Koordinierungskreis unter Federführung der FNR ins Leben. Zu seinen Aufgaben gehört die fortwährende Sammlung und Bündelung des Forschungsbedarfs. Maßnahmen, die je nach Bundesland unterschiedlich ausgestaltet sein können, sollen auf Bundesebene zusammengeführt werden, um ein effizienteres Vorgehen zu ermöglichen. Weitere Informationen sowie die Ansprechpartner finden Sie auf forst.fnr.de.

Einreichungsfrist für Skizzen: keine

Gefördert aus: Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe

Überblick über die aktuelle Mittelverteilung

Für das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ des BMEL stehen in diesem Jahr 66 Mio. € aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung.

Mit Stand von Oktober 2018 fördert das BMEL aus dem Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ über die FNR 675 Vorhaben mit insgesamt 180 Mio. €. Die Aufteilung der Projekte auf die Förderbereiche des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ erläutert die Grafik. Sie untergliedert den Förderbereich 3 „Biobasierte Produkte und Bioenergieträger“ in die Segmente „Energetische Konversion und Nutzung“ und „Stoffliche Konversion und Nutzung“. Zur Umsetzung des Förderprogramms hat das BMEL 10 Förderschwerpunkte veröffentlicht.

Aus dem Sondervermögen "Energie- und Klimafonds" (EKF) können über den Projektträger FNR 2018 weitere 23 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung im Bioenergie-Bereich eingesetzt werden. Im EKF betreut die FNR zurzeit 131 Projekte mit einer Fördersumme von 34 Mio. Euro. Die Aufteilung auf die Förderschwerpunkte zeigt die nachstehende Grafik:

Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“: Aufteilung der Fördermittel auf die Förderbereiche (Stand: 10.2018, Quelle: FNR)
Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“: Aufteilung der Fördermittel auf die Förderbereiche (Stand: 10.2018, Quelle: FNR)
Energie- und Klimafonds: Aufteilung der Fördermittel auf Schwerpunkte (Stand: 10.2018, Quelle: FNR)
Energie- und Klimafonds: Aufteilung der Fördermittel auf Schwerpunkte (Stand: 10.2018, Quelle: FNR)
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