Infobrief der FNR 03/2018: EU/International

COASTAL Biogas

Die FNR koordiniert das vom Interreg South Baltic Programm geförderte Projekt. Das Ziel ist die Bewältigung von Eutrophierung der Ostsee auf Grundlage von anaerober Vergärung von Seegras in Zusammenarbeit mit Partnern in Dänemark, Schweden, Polen und Litauen.

Start der Europäische Technologie- und Innovationsplattform Bioenergie 2 (ETIP-B-SABS 2)

Das Vorhaben Europäische Technologie- und Innovationsplattform Bioenergie 2 (ETIP-B-SABS 2), finanziert durch das europäische Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020, ist im September 2018 gestartet. Das Projekt hat eine Dauer von drei Jahren und läuft bis August 2021.

ETIP-B-SABS 2 unterstützt die Europäische Technologie- und Innovationsplattform Bioenergie (ETIP Bioenergy) und verfolgt das Ziel, sich aktiv mit den Interessengruppen aus dem Bereich erneuerbare Energieträger und Bioenergieträger in der Energieunion zu befassen und ihre Bedürfnisse mit der Politik der Europäischen Kommission zu verknüpfen. Das Projekt soll folgende Beiträge leisten:

  • Unterstützung und Weiterentwicklung der Aktivitäten des Strategischen Energie-Technologie-Plans (SET-Plan) und der Umsetzungspläne für Forschung und Entwicklung;
  • Zusammenarbeit mit anderen relevanten Initiativen in Bezug auf erneuerbare Kraftstoffe, Dekarbonisierung von Verkehr, Bioenergie und Biomasseverwertung / biobasierte Wertschöpfungsketten;
  • Bereitstellung von wissenschaftlich fundierten und aktuellen Informationen über den Sektor für erneuerbare Kraftstoffe und Bioenergie;
  • Einbeziehung von Interessengruppen, um die Perspektive der Akteure und die soziotechnischen Aspekte der Technologieentwicklung und -umsetzung besser zu verstehen; mit besonderem Fokus auf die Unterstützung von Öffentlichkeitsarbeit und Engagement von Akteuren in der Zivilgesellschaft;
  • Unterstützung der Europäischen Kommission und der Mitgliedstaaten bei der Festlegung von Forschungsprogrammen und Finanzierungsinstrumenten entlang der unterschiedlichen Technologiereifegrade (Technology Readiness Level (TRL)).

Aufbauend auf einer 12-jährigen Erfahrung durch die Vorgängerprojekte EBTP (Europäische Technologieplattform für Biokraftstoffe) und ETIP Bioenergy-SABS, zielt das Projekt auf einen stärkeren Zusammenhalt von Bioenergie-Stakeholdern ab, indem es Diskussionen und Interaktionen zu aktuellen Themen der innovativen Bioenergie anregt.

Das Konsortium besteht aus 5 Partnern aus 4 Ländern. Die FNR ist verantwortlich für die Gesamtkoordination des Projekts und für die Leitung des Arbeitspakets 2 "Sekretariat: Unterstützungsmaßnahmen für ETIP Bioenergy".

Final Conference SEEMLA und ADVANCEFUEL-Workshop Supply Chains and Business Models, November 2018

Das H2020 geförderte Projekt SEEMLA veranstaltete am 20.11.2018 in Brüssel seine Abschlusskonferenz. Das SEEMLA Projekt (Sustainable exploitation of biomass for bioenergy from marginal lands) hat das Ziel, eine zuverlässige und nachhaltige Nutzung von Biomasse an Sonder- und Grenzstandorten (mit der englischen Bezeichnung „marginal lands“; MagL) voranzutreiben. In der Veranstaltung werden die erreichten Projektergebnisse nach drei Jahren Durchführung vorgestellt sowie die Hürden bei dem Biomasseanbau auf marginalen Standorten diskutiert. Anschließend findet ein zweitägiger (20.11. bis 21.11.2018) Kooperationsworkshop mit dem H2020 Projekt ADVANCEFUEL statt, das ebenfalls durch die FNR koordiniert wird. Darüber hinaus werden sich mehrere andere europäische Projekte (FORBIO, MAGIC, BECOOL, LIBBIO, UP-RUNNING, GRACE) mit ähnlicher thematischer Ausrichtung an der Gestaltung des Programms und den zielgerichteten Diskussionen beteiligen. Eine Anmeldungsmöglichkeit zu dieser Veranstaltung finden Sie hier!

ADVANCEFUEL – Workshop am 20. Sept. in Göteborg (zu Markthemmnissen für fortschrittliche Kraftstoffe sowie Eignung und Verfügbarkeit von lignocellulosehaltigen Rohstoffen)

Das von der FNR koordinierte ADVANCEFUEL Projekt, welches im Rahmen des europäischen Horizon2020 Programms gefördert wird, hat seinen ersten Workshop mit verschiedensten Marktteilnehmern am 20. September in Göteborg, Schweden, abgehalten. Es wurden Projektergebnisse zu Marktbarrieren für fortschrittliche Biokraftstoffe sowie die Verfügbarkeit und Eignung der entsprechenden Rohstoffe (lignocellulosehaltige Biomasse) vorgestellt und diskutiert.

Der Workshop diente vor allem dazu, die Projektergebnisse aus Sicht der Markteilnehmer zu bewerten und eventuelle Anregungen in die weitere Projektarbeit einfließen zu lassen. Es konnten viele erfahrene Experten, die nahezu die ganze Wertschöpfungskette repräsentierten, für dieses Arbeitstreffen gewonnen werden. Insbesondere Vertreter der Endnutzungsbranche waren mehrfach vertreten (z.B. Shell, TOTAL und Volvo) aber auch Experten aus der Wissenschaft gaben wertvolle Einblicke in die aktuellen Entwicklungen in den diskutierten Bereichen.

Die ADVANCEFUEL Partner Ayla Uslu (ECN part of TNO), Ric Hoefnagels (Universität Utrecht) und Stavros Papadokonstantakis (Chalmers Universität) präsentierten die themenspezifischen Ergebnisse und führten, unterstützt von Calliope Panoutsou (Imperial College London) und Sonja Germer (ATB), die Diskussionen mit den anwesenden Marktakteuren. Moderiert wurde die ganze Veranstaltung von der Projekt-Koordinatorin, Kristin Sternberg (FNR).

Die Diskussionen waren sehr informativ und lebhaft und ermöglichten den Projektpartnern zielgerichtete Rückmeldungen zu den vorgestellten Ergebnissen sowie entsprechende Bewertungen direkt aus der Praxis zu erhalten. Dieser Austausch wird in die Weiterentwicklung der Projektresultate miteinfließen.

Zum Ende der Veranstaltung zogen die Teilnehmer eine positive Bilanz und hoben hervor, dass ADVANCEFUEL unter anderem ganz neue und interessante Aspekte im Bereich der fortschrittlichen, erneuerbaren Kraftstoffe anschneidet. Sie zeigten sich hoffnungsvoll hinsichtlich einer positiven Beeinflussung der europäischen politischen Rahmenbedingungen für fortschrittlich Biokraftstoffe durch die finalen Projektergebnisse und -empfehlungen.

Die finalen und überarbeiteten Berichte zu den diskutierten Themen sowie die Präsentationen des Workshops werden Ende Oktober auf der ADVANCEFUEL Webseite verfügbar sein.

IEA Bioenergy- Treffen der deutschen Vertreter am 27.09.2018

Das Ziel des IEA Bioenergy Umsetzungsabkommens, bei dem 23 Länder aus der ganzen Welt sowie die Europäische Kommission mitwirken, ist die Förderung des Einsatzes umweltverträglicher und konkurrenzfähiger Bioenergie. Die deutschen Vertreter in den 10 laufenden thematischen Netzwerken von IEA Bioenergy trafen sich am 27.09.2018 im BMEL, um den aktuellen Bearbeitungsstand und die Themenvorschläge für den nächsten Dreijahreszeitraum 2019 – 2021 zu diskutieren. Deutschland wird erstmals bei zwei Tasks in koordinierender Funktion tätig: Zum einen „Deployment of biobased value chains“ und zum anderen „Flexible bioenergy and system integration“.

Gründung neue Expertengruppe Bio-Basierte Produkte

Ziel dieser Initiative ist es Aktivitäten, die in der ehemaligen Renewable Raw Materials-Group sowie der EC Expert Group Bio-Based Products (Mandat endete im Dezember 2017) stattgefunden haben, wiederzubeleben. Beide Gruppen dienten als Forum zur Vernetzung und zum Austausch. Die Expert Group hatte dabei ein Mandat der Europäischen Kommission und erstellte in diesem Rahmen zu unterschiedlichen Fragestellungen der europäischen Bioökonomie Expertisen und Stellungnahmen. Die RRM-Group war informeller Natur und mit dem Austausch ökonomischen Daten von nachwachsenden Rohstoffen und bio-basierten Produkten beschäftigt. Das Besondere der Gruppen war die Mischung von Stakeholdern aus Wirtschaft, Politik und Forschung. Die neue Gruppe traf sich auf Initiative des nova-Instituts und der FNR am 27.09.2018 zum ersten Mal. Zukünftig soll es mindestens 2 Treffen im Jahr geben, in dem die Gruppe sich mit Themen der stofflichen Bioökonomie befassen möchte.

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