Infobrief der FNR 03/2018: Veranstaltungen

Tagung THG- und Schadstoffemissionsminderung bei kleinen und mittelgroßen Biomassefeuerungsanlagen am 13.11. in Hannover

Im Bereich Energieholz aus dem Wald und im Bereich der sonstigen festen Biobrennstoffe können bedeutende Potenziale für eine nachhaltige und wirtschaftliche Wärmeerzeugung erschlossen werden. Die Nutzung von festen Bioenergieträgern steht allerdings hinsichtlich Effizienz und Emissionen in der Kritik: Insbesondere gilt es, die Schadstoffemissionen der Feuerungsanlagen erheblich zu reduzieren.

Im Auftrag des BMEL und mit Unterstützung der DLG veranstaltet die FNR auf der Messe „EnergyDecentral 2018“ eine Informations- und Diskussionsveranstaltung am 13.11.2018 in Hannover. Neben Mitgliedern des Lenkungsausschusses „Feste Biobrennstoffe“ werden Anlagenhersteller, Experten und Vertreter von Forschungsorganisationen für eine praxisorientierte Diskussion zu notwendigen Maßnahmen im Bereich der kleinen und mittelgroßen Feuerungsanlagen erwartet. Aus den Abstimmungen im Lenkungsausschuss heraus wurden in einer ersten Phase mehrere Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf den Weg gebracht, diese sind bereits abgeschlossen. Zurzeit werden neue FuE-Vorhaben mit dem BMEL zur Fortsetzung dieser abgestimmt und für eine Förderung vorbereitet. Dabei stehen aktuelle Hemmnisse bzw. Herausforderungen bei der Umsetzung von neuen rechtlichen Rahmenbedingungen im Vordergrund.

EnergyDecentral, Hannover

Die EnergyDecentral, Internationale Fachmesse für erneuerbare Energieversorgung findet zeitgleich zur EUROTIER vom 13.-16.11.2018 in Hannover statt. Vielen Landwirten bietet sie die Gelegenheit, sich über die Entwicklung im Bereich Biogas und über Chancen und Möglichkeiten der Erzeugung und Vermarktung von Strom und Biomethan zu informieren. Auch Optionen für die Wärmeerzeugung aus Biomasse werden präsentiert, unter anderem in einem DLD-Outdoor-Special zu Holzenergie und Strohenergie, dass auch von der FNR unterstützt wird.

Am Messestand der FNR können Sie sich über alle Aspekte der Bioenergienutzung informieren. Einen Fokus legt die FNR in diesem Jahr auf die Biogasaufbereitung zu Methan und die Nutzung von Biomethan als Kraftstoff. Zudem werden Informationen zu aktuellen, vom BMEL geförderten Projekten geboten: insbesondere zu sogenannten Post-EEG-Projekten, in denen Konzepte entwickelt und geprüft werden, wie Biogas-BHKW-Anlagen auch nach Auslaufen ihrer 20-jährigen Betriebsphase mit EEG-Vergütung künftig weiter wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden können. Ansprechpartner stehen Ihnen aber auch für Fragen zur Errichtung bzw. zum Betrieb von Biomasseanlagen und zur Entwicklung von Bioenergiedörfern zur Verfügung.

Als Partner am FNR-Stand ist die Branchenplattform Biokraftstoffe mit dabei. Deren Experten stehen für „Benzingespräche“, für Fragen zur Marktentwicklung bei der Beimischung von Biokraftstoffen und für Diskussionen zu Nachhaltigkeitsanforderungen an Kraftstoffe zur Verfügung.

Besuchen Sie die FNR auf der EnergyDecentral in Halle 25 am Stand K13!

Composites Europe, Stuttgart

Vom 6.-11. November findet in Stuttgart die Composites Europe - die europäische Fachmesse für Verbundwerkstoffe - statt. Zum fünften Mal dabei ist der „Bio-Based Pavillon“, eine Sonderausstellung zu Biokompositen. 10 Aussteller aus den Bereichen Holz, Cellulose, Naturfasern und anderen bio-basierten Materialien informieren, wie gut nachhaltige Produkte im Vergleich zu herkömmlichen Verbundwerkstoffen in Bezug auf Leichtbau und viele weitere moderne Verbundlösungen abschneiden.

Die FNR beteiligt sich zum dritten Mal am „Bio-Based Pavillon“ und wird neben allgemeinen Informationen aktuelle Projekte mit Anwendungsbeispielen aus dem Innenbau- und Automobil-Bereich vorstellen.

Veranstaltung „Charta für Holz 2.0 im Dialog“ zu nachhaltigem Bauen: Programm und Anmeldeformular jetzt online

Am 11. Dezember 2018 startet die Veranstaltungsreihe „Charta für Holz 2.0 im Dialog“ mit dem Auftaktthema „Mensch – Stadt – Land – Ressourcen: Wie wollen wir in Zukunft leben?“ in Berlin. Im Mittelpunkt der Veranstaltung soll der Blick über den Tellerrand stehen. Daher sind vor allem kommunale Entscheider, Multiplikatoren und Planer aus dem Bau- und Klimaschutzbereich, aber auch Nachhaltigkeits- und CSR-Beauftragte aus öffentlichen Verwaltungen, Industrie, Gewerbe oder Wohnungsbaugesellschaften eingeladen, mitzudiskutieren und Lösungsansätze für die dringenden Fragen des nachhaltigen Bauens zu entwickeln.

Das komplette Programm und Anmeldeformular stehen auf der Webseite der Charta für Holz zur Verfügung. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städtetag sind Kooperationspartner der Veranstaltung.

Denkmal, Leipzig

Auch in diesem Jahr ist die Baufachinformation der FNR auf der Denkmal Messe in Leipzig vertreten. Vom 8. bis 10. November stehen dem interessierten Besucher am Messestand der FNR (Halle 2, Stand C21) vielfältige, fundierte Informationen zum Thema „Bauen und Wohnen mit nachwachsenden Rohstoffen“ zur Verfügung. Ein praxisnahes Altbau-Ausstellungsmodell lädt Besucher ein, sich mit den verschiedenen Materialien auseinander zu setzten und sich vor Ort zu beraten lassen.

Nährstoffschonende Energieholzernte: Potenziale nachhaltig nutzen

Drei der führenden forstlichen Forschungsanstalten in Deutschland, die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA BW), die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW FVA) sowie die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), arbeiteten in dem Verbundvorhaben „Energieholzernte und stoffliche Nachhaltigkeit in Deutschland (EnNa)“ daran, die Methodik für die Bestimmung nachhaltig verfügbarer Holzpotenziale um den Aspekt der Nährstoffnachhaltigkeit im Waldboden zu erweitern. Dazu nutzten die Forscher u. a. Daten der Bundeswaldinventur, der Bodenzustandserhebungen sowie des forstlichen Umweltmonitorings und berücksichtigten den gesamten Nährstoffkreislauf des Waldes. Die punktförmig zur Verfügung stehenden Daten wurden auf eine Flächenkarte übertragen, um das nutzbare Potenzial auf Bundes- und Regionalebene darzustellen.

Im Ergebnis entstand ein für Forstbetriebe und Waldbesitzer verlässliches Instrument für die Waldbewirtschaftung und Planung langfristiger Holzerntestrategien. Das unterstützt staatliche Forstbetriebe, kommunale und private Waldbesitzer v. a. bei der Planung langfristiger Holzerntestrategien. Der wirtschaftliche Nutzen der erhobenen Daten liegt nicht vorrangig in der Mobilisierung zusätzlicher Biomassepotenziale, sondern darin, Beurteilungsgrundlagen zu schaffen, die standortgerecht und unter Einhaltung der natürlichen Nährstoffressourcen eine optimale Waldbewirtschaftung ermöglichen.

Weitere Informationen zum Projekt stehen in der Projektdatenbank der FNR unter den Förderkennzeichen 22006512, 22020212 und 22020312 zur Verfügung.

Am 18. Dezember 2018 findet in Berlin die Abschlussveranstaltung zum Verbundvorhaben statt. Dort stellen die Projektbeteiligten Untersuchungsmethodik, Ergebnisse und sich daraus ergebende Handlungsalternativen für die Waldbewirtschaftung vor. Weitere Informationen finden Sie in Kürze auf forst.fnr.de.

Direkt im Wald verbleibende Rinde stärkt die Bodenfruchtbarkeit. Foto: Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Direkt im Wald verbleibende Rinde stärkt die Bodenfruchtbarkeit. Foto: Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

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