Infobrief der FNR 01 / 2019: Projektträgerschaft

Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“

Für das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ des BMEL stehen in diesem Jahr 84 Mio. € aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung.

Mit Stand von Januar 2019 fördert das BMEL aus dem Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ 667 Vorhaben mit insgesamt 180 Mio. €. Darin enthalten sind auch die bislang aus dem Energie- und Klimafonds der Bundesregierung geförderten Projekte zu Bioenergie, die zum 1.1.2019 in das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ übernommen wurden.

Die Aufteilung der Projekte auf die Förderbereiche des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ erläutert die Grafik. Sie untergliedert den Förderbereich 3 „Biobasierte Produkte und Bioenergieträger“ in die Segmente „Energetische Konversion und Nutzung“ und „Stoffliche Konversion und Nutzung“. Zur Umsetzung des Förderprogramms hat das BMEL 12 Förderschwerpunkte veröffentlicht. Einen Überblick über alle aktuellen Forschungsvorhaben bietet die Projektdatenbank der FNR unter https://www.fnr.de/projektfoerderung/projekte-und-ergebnisse/projektverzeichnis/.

Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“: Aufteilung der Fördermittel auf die Förderbereiche (Stand: 1.2019, Quelle: FNR)
Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“: Aufteilung der Fördermittel auf die Förderbereiche (Stand: 1.2019, Quelle: FNR)

Förderprogramm „Waldklimafonds“

Aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ (EKF) stehen Mittel zur Verfügung, um das Erreichen der energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu unterstützen. Durch den im Rahmen des EKF im Jahr 2013 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gemeinsam eingesetzten Waldklimafonds werden Maßnahmen zum Erhalt und Ausbau des CO2-Minderungspotenzials von Wald und Holz sowie zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel gefördert. Für 2019 stellen das BMEL und das BMU 24,5 Millionen Euro für die Projektförderung aus dem Waldklimafonds bereit.

Der Waldklimafonds wird seit 1. Januar 2019 durch die FNR betreut.

Derzeit werden über den Waldklimafonds 129 Projekte mit insgesamt 45 Mio. € gefördert. Die Aufteilung der Projekte auf die 5 Förderbereiche im Waldklimafonds stellt die Grafik dar.

Ein Überblick über alle aktuellen Forschungsvorhaben im Waldklimafonds bietet die Darstellung unter https://www.waldklimafonds.de/wkf-projekte/.

Waldklimafonds: Aufteilung der Fördermittel auf die Förderbereiche (Stand: 1.2019, Quelle: FNR)
Waldklimafonds: Aufteilung der Fördermittel auf die Förderbereiche (Stand: 1.2019, Quelle: FNR)

Förderaufruf: „Pilotprojekte zur Erprobung bioenergie-basierter Lösungen als Baustein der ländlichen Energieversorgung“

Mit dem Förderaufruf wirbt das BMEL Pilotprojekte mit smarten, flexiblen Ansätzen in Kombination mit anderen Erneuerbaren für eine zukunftsfähige Bioenergieerzeugung im ländlichen Raum ein. Das BMEL unterstützt nicht nur deren theoretische Ausarbeitung, sondern auch den Forschungs- und Entwicklungsanteil bei der praktischen Umsetzung in Pilotprojekten. Eine Investitionsförderung ist im Rahmen dieses Aufrufes nicht möglich.

Übergeordnetes Ziel ist es, den ländlichen Raum zu stärken und die Bedeutung der Bioenergie für die Energiewende herauszustellen. Das BMEL will deshalb die innovative Nutzung regionaler Biomasse durch land- und forstwirtschaftliche Betriebe, Energieversorger und Verbraucher unterstützen. Es fördert Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die sich auf Einzelanlagen oder größere Zusammenhänge wie Kommunen bis hin zu ländlichen Regionen beziehen. Thematisch kommen Wärmenetze und -speicher, virtuelle Kraftwerke, Gasaufbereitung, Strom- oder Gastankstellen, die Kopplung mit Sonne, Wind & Co. und vieles weitere in Frage. Eine Investitionsförderung ist nicht möglich, wohl aber die Unterstützung von Prototypen, betrieblichem Mehraufwand oder auch begleitender Öffentlichkeitsarbeit.

In einer ersten Phase fördert das BMEL die Ausarbeitung der Konzepte in Form von Durchführbarkeitsstudien, die auch betriebswirtschaftliche Aspekte und Klimaschutzbeiträge umfassen. Ein Gutachtergremium wählt daraus die besten Ansätze aus, die dann im Rahmen von Pilotprojekten in die Praxis umgesetzt und wissenschaftlich begleitet werden.

Einreichungsfrist für Skizzen: 15.3.19

Gefördert aus: Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe

Methanaufbereitung; Bild: MT-Energie GmbH
Methanaufbereitung; Bild: MT-Energie GmbH

Förderaufruf: „Landwirtschaftliches Bauen mit Holz“

Holz aus nachhaltiger, regionaler Forstwirtschaft hat als Baumaterial beim landwirtschaftlichen Bauen eine lange Tradition und trägt zum Klimaschutz und zur Wertschöpfung im ländlichen Raum bei. In den letzten Jahrzehnten ging seine Bedeutung gegenüber anderen Rohstoffen allerdings stark zurück. Das BMEL möchte mit dem aktuellen Förderaufruf Innovationen unterstützen, die das landwirtschaftliche Bauen mit Holz wieder stärken.

Gesucht sind Ideen für neue Holzbauprodukte und -techniken, die den Besonderheiten landwirtschaftlicher Gebäude mit großen Spannweiten oder besonderen klimatischen Anforderungen Rechnung tragen. Ein mögliches Thema ist auch die Eignung verschiedener Holzarten und Holzwerkstoffe im Hinblick auf Tierwohl, Hygiene oder Dauerhaftigkeit. Schließlich sind ökonomische und ökologische Analysen der Holzbauweise im Vergleich mit anderen landwirtschaftlichen Bauweisen oder Untersuchungen von Brandschutzaspekten förderfähig.

Einreichungsfrist für Skizzen: 31.3.19

Gefördert aus: Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe

Holzkonstruktion des Neubaus eines moderenen Michviehstalls; Foto: www.bauernhof-hefele.de
Holzkonstruktion des Neubaus eines moderenen Michviehstalls; Foto: www.bauernhof-hefele.de

Förderaufruf: „Biobasierte Kunststoffverpackungen für Lebensmittel“

Die Entwicklung neuer, biobasierter Kunststoffverpackungen für Lebensmittel ist das Ziel des neuen BMEL-Förderaufrufs. Förderfähige Themen sind ein recyclinggerechtes Design und migrationsarme Additive für die biogenen Verpackungen sowie die Erforschung der Diffusionseigenschaften von relevanten organischen Substanzen aus den Materialien.

Der Aufruf basiert auf den Ergebnissen einer Studie, die das BMEL 2016 beauftragt hatte. Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu-Institut) analysierte mit zwei Partnern den Markt und die technischen Eigenschaften biobasierter Lebensmittelverpackungen. Der Förderaufruf setzt einen Teil der Handlungsempfehlungen der Studie um.

Projektvorschläge können für industrielle Verbundforschungsprojekte bis zum 31. März 2019 eingereicht werden.

Einreichungsfrist für Skizzen: 31.3.19

Gefördert aus: Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe

©rufar - stock.adobe.com
Verpackte Lebenmittel, Quelle: rufar - Fotolia

Förderaufruf: „Waldböden im Klimawandel“

Der Schutz des Bodens und der Erhalt seiner Funktionen sind eine wesentliche Grundlage für das Waldökosystem und für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Die Waldböden nehmen eine zentrale Rolle im Klimageschehen ein, da sie vom Klimawandel stark beeinflusst sind und gleichzeitig als klimarelevante Senke/Quelle bzw. Speicher fungieren.

Deshalb sollen der Themenbereich „Waldböden im Klimawandel“ stärker im Waldklimafonds berücksichtigt und Forschungslücken zu Ausmaß und Auswirkungen des Klimawandels auf Bodenfunktionen, Prozesse und Dynamik der organischen Substanz im Boden einschließlich Erhalt und Ausbau der Senkenfunktion geschlossen werden.

Einreichungsfrist für Skizzen: keine

Gefördert aus: Waldklimafonds

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