Infobrief der FNR 01 / 2020: Wald und Holz

Förderaufruf Kommunikation für Waldnaturschutz und nachhaltige Waldbewirtschaftung

Der in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie geforderte ganzheitliche und integrative Ansatz des Naturschutzes im Wald lässt sich in unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft mitunter nur dann erfolgreich umsetzen, wenn für die vielfältigen Ansprüche an den Wald austarierte Kompromisse gefunden und effektiv kommuniziert werden.

Dazu startete das BMEL den Förderaufruf „Kommunikation für Waldnaturschutz und nachhaltige Waldbewirtschaftung“, über den Vorhaben zu folgenden sieben Themenbereichen gefördert werden sollen:

  • Gesellschaftliche Erwartungen
  • Selbstbild und Selbstverständnis
  • Typologie
  • Einstellung, Kultur und Werte 
  • Konfliktpotenziale und Lösungsmöglichkeiten
  • Praktische Kommunikation
  • Private Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer

 

Konkreten Handlungsbedarf hatte die FNR im Vorfeld im Fachgespräch „Naturschutz im Forst – Nachhaltige Walbewirtschaftung effektiv kommunizieren!“ mit Fachleuten eruiert.

Einreichungsfrist für Skizzen: 18. Mai 2020

Gefördert aus: Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe

Förderaufruf Forstpflanzenzüchtung

Die Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) starten am 21. Oktober 2019 den Förderaufruf „Forstpflanzenzüchtung“. Über die Förderrichtlinie „Waldklimafonds“ des Energie- und Klimafonds werden Vorhaben gefördert, die zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel und zur Minderung des CO2-Ausstoßes beitragen.

Bei der FNR können Projektvorschläge eingereicht werden, die sich der Züchtung klimastabiler Laub- und Nadelbäume widmen. Ziel ist es, verschiedene Baumarten an sich verändernde Klima- und Standortfaktoren anzupassen, Resistenzen gegenüber Pilzkrankheiten und Schadinsekten zu entwickeln sowie die Versorgung mit qualitativ hochwertigem Saatgut zu sichern.

Einreichungsfrist für Skizzen: 10. März 2020

Gefördert aus: Waldklimafonds

Forschungsverbund untersucht mittelalterliche Waldzusammensetzung als Basis für forstwirtschaftliche Anpassung an den Klimawandel

Übergeordnetes Ziel des Verbundprojektes "ArchaeoForest" ist eine Verbesserung der Anpassungsfähigkeit von Wäldern an den Klimawandel. Ergebnisse des Projektes sollen der Anpassungsfähigkeit von Waldgemeinschaften dienen. Eine Rekonstruktion von Wäldern vor und während der einsetzenden Bewirtschaftung in der hochmittelalterlichen Klimaanomalie zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert hilft, menschliche und klimatische Einflussfaktoren zur trennen und damit Rückschlüsse für eine zukünftige Waldbewirtschaftung angesichts der Herausforderungen des Klimawandels zu liefern.

Verbundvorhaben rückt Einfluss der Waldbewirtschaftung auf die Biodiversität in Wäldern in den Fokus

Das Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben WABIN erarbeitet eine aktuelle Synthese zu den wissenschaftlich belegbaren Auswirkungen der Waldbewirtschaftung bzw. der natürlichen Waldentwicklung nach Nutzungsaufgabe auf die Biodiversität. In Verbindung mit Methodentests und der Aufbereitung vorhandener Ergebnisse und Datenbestände entwickelt es auf dieser Grundlage Konzepte für ein langfristig orientiertes Monitoringsystem für Deutschland auf der Landschaftsebene, mit dem die Effekte der forstlichen Nutzung auf die Biodiversität belastbar abgeschätzt werden können.

Ein Hirschkäfer im Wald. Foto: abet-stock.adobe.com/Nesterenko

Ein Hirschkäfer im Wald. Foto: abet-stock.adobe.com/Nesterenko

Schäden durch Frostspanner-Eichenfraßgesellschaft: Auswirkung der natürlichen Gegenspieler und des Standorttyps auf die Resilienz von Trauben- und Stieleichen

Resilienz? Ursprünglich stammt der Begriff aus der Psychologie: Die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen. Das passt es auch zum Eichen-Forschungsprojekt, denn wenn Trauben-/ Stieleichenbestände von Frostspanner-dominierten Eichenfraßgesellschaften befallen werden, durchleben die Bäume wahrlich eine Krise. Doch wie wirkt das Vorhandensein oder das Ausbringen natürlicher Gegenspieler der Schmetterlinge auf das Überleben aus? Die Untersuchung geht der Frage nach, ob die bei Stieleiche gegenüber der Traubeneiche gefundenen höheren Mortalitätsraten durch den Standort (Standortstyp) oder durch die Baumart selbst bedingt sind.

Klima – Werte – Wandel: Zweiter Charta-Dialog bringt klare Botschaften für die Zukunft

Startup-Gründer und Universitätsprofessor, Bloggerin und Unternehmer, Ökofreak und Waldbesitzer, Konsumentin, Umweltschützerin oder Politiker – wer am 10.12.2019 im Auditorium Friedrichstraße Berlin auf dem Podium oder aus der Zuhörerschaft das Wort ergriff, der hatte Produktives beizusteuern zum Thema „Klima-Werte-Wandel: Wie wollen wir in Zukunft leben?“ Die zweite Veranstaltung der Reihe „Charta für Holz 2.0 im Dialog“ – eine Kooperation des BMEL mit dem Rat für nachhaltige Entwicklung (RNE) – war, so das Fazit, eine moderne Plattform für alle Akteure, die Austausch und Vernetzung über Branchen- und Organisationsgrenzen hinweg ermöglichte. Zu Beginn hatte der Parlamentarische Staatssekretär Uwe Feiler mit Blick auf das rohstoffarme Deutschland auf die Zukunftspotenziale des bedeutendsten nachwachsenden Rohstoffes Holz als Alternative zu erdölbasierten Produkten verwiesen.

„Holz ist der intelligenteste Werkstoff, den wir haben“, erklärte auch Michael Braungart, Professor für Ökodesign an der Leuphana-Universität Lüneburg und wissenschaftlicher Direktor der EPEA-Internationale Umweltforschung Hamburg, auf dem branchenübergreifenden Austausch zu Klimaschutz und Bioökonomie. „Eine moderne, digitale und innovative Bioökonomie rund um die Ressource Holz hat mehr Zukunft, als die Gegenwart momentan preisgibt“, so Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des RNE, in seiner Key Note zur Eröffnung der Veranstaltung.

In ihrem Fazit zeigte sich die für die Themen Wald, Holz und Nachhaltigkeit zuständige Abteilungsleiterin im BMEL, Dr. Eva Müller, zufrieden mit der Debatte. Politik, Wirtschaft und Verbraucher gleichermaßen in der Pflicht, Nachhaltigkeit und Klimaschutz umzusetzen.

Dr. Eva-Ursula Müller, Abteilungsleiterin Wald, Nachhaltigkeit und Nachwachsende Rohstoffe im BMEL, sieht die Reihe Charta für Holz im Dialog als wichtigen Baustein für Austausch und Vernetzung zwischen Wirtschaft, Politik und Verbraucherseite. Foto-Quelle: BMEL/FNR/photothek

Dr. Eva-Ursula Müller, Abteilungsleiterin Wald, Nachhaltigkeit und Nachwachsende Rohstoffe im BMEL, sieht die Reihe Charta für Holz im Dialog als wichtigen Baustein für Austausch und Vernetzung zwischen Wirtschaft, Politik und Verbraucherseite. Foto-Quelle: BMEL/FNR/photothek

Statusbericht dokumentiert Erreichtes nach zwei Jahren Charta-Arbeit

Der Statusbericht 2019 der Charta für Holz 2.0 gibt nach rund zweieinhalb Jahren seit Beginn des Dialogprozesses einen Überblick über dessen Fortschritt. Aufgeteilt nach den sechs Handlungsfeldern der Charta vermittelt der Bericht einen Einblick in die Beratungen und Maßnahmen der Arbeitsgruppen und stellt exemplarisch Studien, Tagungen, Fachgespräche, Förderprojekte, Wettbewerbe oder Plattformen von Akteuren sowohl aus der Branche Forst und Holz als auch erstmals von Dritten, etwa von Umweltbehörden, Forstbetrieben oder Beiräten Forst und Holz auf Länderebene, von Stiftungen oder Bundesverbänden, vor. Abgebildet werden darüber hinaus auch die Aktivitäten des BMEL und der FNR.

Der Statusbericht ist in Druckform bestellbar und liegt zum Download bereit.

Charta für Holz: Workshop SWOT-Analyse & Kommunikationsstrategie der AG Wald und Holz in der Gesellschaft

Die Mitglieder der AG Wald und Holz in der Charta für Holz 2.0 kamen Anfang Januar zu einem zweitägigen Kommunikationsworkshop in Berlin zusammen. Ziel war die Konzipierung einer Kommunikationsstrategie für die Branche Forst und Holz, um die positiven Aspekte der nachhaltigen Forst- und Holzwirtschaft im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Dazu wurde u. a. an einer Stärken- und Schwächenanalyse, der Identifizierung von Zielgruppen und der Formulierung von Kernbotschaften gearbeitet. Die Ergebnisse des Workshops fließen in ein Agenturbriefing ein, das Grundlage für die Entwicklung der branchenweiten Kommunikationsstrategie sein soll.

Die Mitglieder der AG Wald und Holz in der Gesellschaft beim Workshop zur Konzipierung einer Kommunikationsstrategie für die Branche Forst & Holz in Berlin. Foto: Ron Zippelius

Die Mitglieder der AG Wald und Holz in der Gesellschaft beim Workshop zur Konzipierung einer Kommunikationsstrategie für die Branche Forst & Holz in Berlin. Foto: Ron Zippelius

Auftaktveranstaltung der Seminarreihe "Holzbau im öffentlichen Raum"

Den Herausforderungen des Klimawandels mit der Verwendung von Holz zu begegnen und motivierende Perspektiven für das Bauen mit Holz in Städten und Gemeinden vorzustellen – das sind die Schwerpunkte der im Rahmen der Charta für Holz 2.0 startenden Seminarreihe „Holzbau im öffentlichen Raum“.

Die FNR legt die Seminarreihe in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund auf. Die Auftaktveranstaltung fand am 17. Februar in Mainz statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Diskussion der Chancen und Möglichkeiten des Holzbaus unter dem Blickwinkel von Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Wissensdefizite und überholte Vorbehalte gegenüber dem Holzbau sollen ausgeräumt und Impulse zum Einsatz der zukunftsfähigen Bauweise für den Kommunal- und Landesbau gegeben werden.

Fünfteilige Artikelserie zu Wald und Holz im Magazin agrarKIDS

Die FNR veröffentlicht zwischen Februar und November 2020 in der Zeitschrift „agrarKIDS – für den Nachwuchs in der Landwirtschaft“ eine fünfteilige Artikelserie für 6- bis 13-jährige Leser rund um den Wald. Bei der monatlich erscheinenden Zeitschrift handelt es um die einzige Landwirtschaftszeitung für Kinder im deutschsprachigen Raum. Über Abos und Messen erreichen die Hefte auch Eltern, Lehrer und weitere Multiplikatoren. Für die Serie sind folgende Themen vorgesehen:

  • Den Wald bewirtschaften - wozu?
  • Was rauscht und raschelt, kreucht und fleucht? (Mai 2020)
  • Rettet die Esche! – Forschung für den Klimaschutz (Juli 2020)

Alleskönner Holz (September 2020)

Bunt und informativ: Wald für Kinder erklärt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift agrarKIDS.

Bunt und informativ: Wald für Kinder erklärt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift agrarKIDS.

Artikelserie im Magazin AFZ Der Wald gestartet

In Anbetracht der vielschichtigen Herausforderungen durch Klimawandel, Digitalisierung und Globalisierung wird sich die FNR als Koordinierungsstelle zwischen Wissenschaft und Praxis im Magazin AFZ – Der Wald vorstellen. Der Veröffentlichung von zwei Auftaktbeiträgen folgen zwischen April 2020 und Juni 2021 sechs Berichte über aktuelle Forschungsprojekte und Initiativen. Weitere Themen sind: Charta für Holz, Waldbrand und Waldschutz, Waldbau und Klimawandel, Digitalisierung in Forst und Holz, Kleinprivatwald, Kommunikation.

Julia Klöckner beim Walddialog auf der Grünen Woche

Am 23. Januar hatte Bundeswaldministerin Julia Klöckner im Rahmen der Internationalen Grünen Woche zum Walddialog eingeladen. Auf der Veranstaltung wurde thematisiert, wie sich die Wälder in Deutschland im Zeichen des Klimawandels weiter entwickeln können, wie der Stand bei der Bewältigung der jüngsten Kalamitäten ist und welche Herausforderungen noch zu lösen sind. Dazu brachte das BMEL Waldbesitzende, Wissenschaft, Verbände und interessierte Messebesucher/innen zusammen.

Bundesministerin Julia Klöckner eröffnete den IGW-Walddialog auf der Internationalen Grünen Woche 2020 in Berlin Foto: FNR/Heup.

Bundesministerin Julia Klöckner eröffnete den IGW-Walddialog auf der Internationalen Grünen Woche 2020 in Berlin Foto: FNR/Heup.

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