Infobrief der FNR 01 / 2020: Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen

Wettbewerb HolzbauPlus 2020 gestartet

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat auf der Internationalen Grünen Woche den fünften Bundeswettbewerb „HolzbauPlus – Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen 2020“ ausgerufen. Erstmals wird im Zuge des Bauherrenwettbewerbes auch ein Sonderpreis für „Die nachwachsende Kita“ überreicht.

Das BMEL würdigt mit dem Wettbewerb Bauleistungen mit nachwachsenden Rohstoffen als Beitrag zur klimaschonenden und nachhaltigen Baukultur. Zudem wird der Einsatz von Holz- und Naturbaustoffen in Kombination mit nachhaltigen Energie- und Wärmekonzepten bundesweit verstärkt ins Blickfeld gerückt.

Dafür stehen Preisgelder in Höhe von insgesamt 50.000 Euro für die Bewerbungen öffentlicher privater und gewerblicher Bauherren bereit. Prämiert werden Objekte in den Kategorien Wohnungsbau Mehrfamilienhäuser, Wohnungsbau Einfamilienhäuser, Öffentliche und gewerbliche Bauten sowie in der neuen Kategorie Sonderpreis für Kindertagesstätten.

Um den Sonderpreis können sich öffentliche und freie Träger von Kindertagesstätten bewerben, die nicht nur beim Bauen und Sanieren auf nachwachsende Rohstoffe setzen, sondern den Nachhaltigkeitsgedanken auch bei Ausstattung und Freiflächengestaltung, in Ernährungs- und pädagogischen Konzepten berücksichtigen.

Die Preise und Anerkennungen werden im Januar 2021 auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin verliehen.

Bauwerke mit neuartigen Tragsystemen aus Eichenschwachholz

Bisher kaum genutztes Eichenschwachholz, das aufgrund seines Stammdurchmessers und seiner geometrischen Form bislang für standardisierte Anwendungen des konstruktiven Holzbaus als ungeeignet angesehen wurde, soll durch neue Verfahren des Entwurfsprozesses und des Ingenieurholzbaus einer langlebigen, hochwertigen Nutzung zuzuführen. Hierfür wird in einem Verbundprojekt, an dem das Holzkompetenzzentrum Trier, die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und die Hochschule Mainz beteiligt sind, eine neue Prozesskette Forst-Sortierung-Säge-Konstruktion entwickelt und praktisch erprobt.

Es ist vorgesehen, Eichenholz in Längen von bis zu 8m aus Erst- oder Zweitdurchforstung zu verwenden. Am Ende der Prozesskette steht die Generierung möglicher Stabtragwerke. Die Zuordnung der Querschnitte zu den vorher definierten Tragwerkstypen erfolgt über eine vorgelagerte Charakterisierung und Vorsortierung des Eichenrohholzes nach Dimension, äußerer Form, sowie physikalischen und mechanischen Eigenschaften.

Marktübersicht Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen neu aufgelegt

Bei Bauherren, Planern und Handwerkern ist die Marktübersicht „Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffe“ schon zum Klassiker geworden. Nun liegt sie in der 10. Auflage vor und zeigt den wachsenden Markt der Naturdämmstoffe auf. Eine Produktübersicht beschreibt detailliert 13 verschiedene Rohstoffgruppen von Flachs bis Zellulose. Aktuelle Erkenntnisse zu bauphysikalischen Werten, zum Einsatz bei Sanierungen und zur Innenwanddämmung werden ebenfalls aufgeführt; ergänzend gibt es Informationen zu neu verfügbaren Produkten.

Gleichzeitig bietet die vorliegende Ausgabe einen kurzen Überblick über die Entsorgungsmöglichkeiten der verschiedenen Dämmstoffe. Verschiedene Themenbereiche wie die neue EU-Gebäuderichtlinie, Ausführungen zur Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit und das Thema Forschung, Entwicklung und Innovation, sind umfassend aktualisiert worden.

Marktübersicht Dämmstoffe

FNR beim Girls Day dabei

Am 26. März 2020, dem bundesweiten Girls Day, richtet die FNR einen Platz für eine Schülerin ein, die sich für ein Bauingenieursstudium interessiert. Im Zuge des Mädchen-Zukunftstages wird eine Schülerin der 9. Klasse in der Baufachinformation der FNR vieles rund um den Holzbau, Naturdämmstoffe, pflanzliche Farben, Lasuren und Lacke, Bodenbeläge und über umweltfreundliche und nachhaltige Produkte erfahren.

Logo Girlsday

Bauen mit nachwachsenden Baustoffen auf der Messe „Haus“

Vom 5. - 8. März ist die FNR auf der größten regionalen Baumesse Deutschlands – der HAUS in Dresden – vertreten. Im 30. Jubiläumsjahr versammeln sich die Akteure der Baubranche in der sächsischen Landeshauptstadt und bieten einen Gesamtüberblick zur Planung, zum Bauen mit Holz, zur Sanierung und auch zur Einrichtung.

Die FNR ist als einer von über 500 Ausstellern vor Ort und freut sich auf Ihren Besuch am Stand A-11 in Halle 1. Ein Schwerpunkt der Messe ist in diesem Jahr das Thema „Holz“. Dazu können Sie sich am FNR-Stand unter anderem zu den Themen Holzbau, Naturdämmstoffe, Naturfarben und -putze beraten lassen und verschiedene Exponate erkunden. Den Besuchern der HAUS stehen außerdem die informativen und fundierten Broschüren zum Thema Bauen und Wohnen mit nachwachsenden Rohstoffen kostenfrei zur Verfügung.

Auftaktveranstaltung der Seminarreihe "Holzbau im öffentlichen Raum"

Den Herausforderungen des Klimawandels mit der Verwendung von Holz zu begegnen und motivierende Perspektiven für das Bauen mit Holz in Städten und Gemeinden vorzustellen – das sind die Schwerpunkte der im Rahmen der Charta für Holz 2.0 startenden Seminarreihe „Holzbau im öffentlichen Raum“.

Die FNR legt die Seminarreihe in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund auf. Die Auftaktveranstaltung fand am 17. Februar in Mainz statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Diskussion der Chancen und Möglichkeiten des Holzbaus unter dem Blickwinkel von Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Wissensdefizite und überholte Vorbehalte gegenüber dem Holzbau sollen ausgeräumt und Impulse zum Einsatz der zukunftsfähigen Bauweise für den Kommunal- und Landesbau gegeben werden.

13. Klimaschutzkonferenz “Kommunen aktiv für den Klimaschutz“

Am 10. März 2020 veranstaltet der Deutsche Städte- und Gemeindebund die Fachkonferenz „Kommunen aktiv für den Klimaschutz“. Städte und Gemeinden in Deutschland sind Schlüsselakteure beim Klimaschutz. Ziel der bereits zum 13. Mal stattfindenden Konferenz ist es, diese kommunale Verantwortung hervorzuheben und praxisnahe kommunale Beispiele sowie innovative Lösungsansätze zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung vorzustellen.

Die FNR wird auf der Konferenz nicht nur mit einem Stand, sondern im Rahmen des Programms auch mit der Charta für Holz vertreten sein.

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