Infobrief der FNR 02 / 2020: Bauen

Förderaufruf Innovative holzbasierte Lösungen für den Möbel- und Innenausbau

Aus dem Förderaufruf „Innovative holzbasierte Lösungen für den Möbel- und Innenausbau“ sollen Vorhaben gefördert werden mit dem Ziel, Holz und holzbasierte Materialien an künftige Anforderungen anzupassen und die Holzverwendung zu erhöhen. Er zielt darauf ab, branchenübergreifende Lösungen zu entwickeln, die einen Mehrwert für die holzverarbeitende Industrie im Bereich des Möbel- und Innenausbaus generieren. Dabei ist die Innovationsfähigkeit ein Schlüsselfaktor für den späteren wirtschaftlichen Erfolg. Er ist unter Berücksichtigung der gesamten Wertschöpfungskette von der Materialverfügbarkeit (unter Beachtung des zukünftigen Holzartenangebots insbesondere der Laub- und Gebrauchtholzpotenziale) über die Rohstoffverarbeitung bis hin zum End of Life abzubilden.

Einreichungsfrist für Skizzen: 31. August 2020

Gefördert aus: Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe

 

Fachforum „Baustoffe + Klimaschutz: Die Sorgfaltspflicht des Bauherrn/Auftraggebers“ auf dem 4. Bau-Vergabetag

Der 4. Bau-Vergabetag findet am 16.9.20 als online-Tagung mit Live-Elementen statt. Die FNR bietet auf dem 4. Bau-Vergabetag im Rahmen ihres Projektes „Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf“ ein Fachforum an.

Im Rahmen des Fachforums diskutieren die Architektin Sabine Dorn-Pfahler, der Planer Klaus Dosch und der Nachhaltigkeitsbeauftragte der Stadt Norderstedt Herbert Brüning darüber,

  • welche Rolle Bauherr/Auftraggeber und Planer haben,
  • was nachhaltige Baustoffe leisten,
  • wie Umweltaspekte in die kommunale Bauvergabe integriert werden können,
  • wie sich Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit beim Bauen vereinbaren lassen und
  • welche Erfahrungen von Kommunen bereits vorliegen.

Den Input liefert Sabine Dorn-Pfahler mit einem Beitrag zum Thema: "Nachhaltiges Bauen als Chance und Herausforderung - geeignete Werkzeuge für öffentliche Auftraggeber.“

Angesprochen werden öffentliche Auftraggeber, Anbieter von Bau-, Planungs- und Projektsteuerungsleistungen, Vertreter von Rechtsberatung und Rechtspflege, Politik und Verbandswesen. 

Erstellung eines Bürobaus der öffentlichen Hand in Holzbauweise; FNR/M. Nast

Erstellung eines Bürobaus der öffentlichen Hand in Holzbauweise, Foto: FNR/M. Nast

Wettbewerb HolzbauPlus 2020 gestartet

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat auf der Internationalen Grünen Woche den inzwischen fünften Bundeswettbewerb „HolzbauPlus – Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen 2020“ ausgerufen. Erstmals wird im Zuge des Bauherrenwettbewerbes auch ein Sonderpreis für „Die nachwachsende Kita“ überreicht.

Das BMEL würdigt mit dem Wettbewerb Bauleistungen mit nachwachsenden Rohstoffen als Beitrag zur klimaschonenden und nachhaltigen Baukultur. Zudem wird der Einsatz von Holz- und Naturbaustoffen in Kombination mit nachhaltigen Energie- und Wärmekonzepten bundesweit verstärkt ins Blickfeld gerückt.

Dafür stehen Preisgelder in Höhe von insgesamt 50.000 Euro für die Bewerbungen öffentlicher privater und gewerblicher Bauherren bereit. Prämiert werden Objekte in den Kategorien Wohnungsbau Mehrfamilienhäuser, Wohnungsbau Einfamilienhäuser, Öffentliche und gewerbliche Bauten sowie in der neuen Kategorie Sonderpreis für Kindertagesstätten.

Um den Sonderpreis können sich öffentliche und freie Träger von Kindertagesstätten bewerben, die nicht nur beim Bauen und Sanieren auf nachwachsende Rohstoffe setzen, sondern den Nachhaltigkeitsgedanken auch bei Ausstattung und Freiflächengestaltung, in Ernährungs- und pädagogischen Konzepten berücksichtigen.

Die Preise und Anerkennungen werden im Januar 2021 auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin verliehen.

Charta-Arbeitsgruppen empfehlen: Klimafreundlichen Holzbau fördern, Rundholztransport optimieren

Das mehrgeschossige Bauen mit Holz soll vereinfacht, der Transport von Rundholz effektiver gestaltet werden. Dazu haben die Arbeitsgruppen „Bauen mit Holz in Stadt und Land“ und „Material- und Energieeffizienz“ der vom BMEL initiierten Charta für Holz 2.0 Empfehlungen für Wirtschaft, Politik und Verwaltung erarbeitet.

Die Arbeitsgruppe „Bauen mit Holz in Stadt und Land“ hat Empfehlungen zur Änderung der Musterbauverordnung und zu deren Umsetzung im Landesbaurecht vorgelegt. Damit sollen Planung und Bau mehrgeschossiger Wohngebäude aus Holz erleichtert und dem konventionellen Bauen gleichgestellt werden.

Die Arbeitsgruppe „Material- und Ressourceneffizienz“ befasste sich mit zunehmenden Engpässen im Transport von Rundhölzern aufgrund von Fachkräftemangel und vermehrtem Holzaufkommen nach Schadensereignissen. In ihren Empfehlungen zur „Verbesserung der Effizienz beim Transport von Rundholz“ rät sie unter anderem, die Nutzlasten der Rundholztransporter bei großen Schadholzmengen zu erhöhen und die Transportzeiten auszudehnen. Außerdem empfiehlt sie die flächendeckende Übermittlung der Lieferscheine in digitaler Form. Durch geschickte Auftragskombinationen können Leerfahrten vermieden und mit vermehrtem Holztransport auf der Schiene nach Einrichten öffentlicher Verladestellen in der Nähe großer Waldgebiete die CO2-Emissionen beim Transport gesenkt werden.

Im Rahmen des Dialogprozesses zur Charta für Holz 2.0 erarbeiten die Charta-Arbeitsgruppen in sechs ausgewählten Handlungsfeldern konkrete Maßnahmenvorschläge, um die Ziele der Charta – Klimaschutz, Wertschöpfung und Ressourceneffizienz – zu unterstützen.

Der mehrgeschossige Holzbau soll mit Novellierung der Landesbauverordnungen erleichtert werden. Foto: Götz Wrage/HolzbauPlus 2018

Der mehrgeschossige Holzbau soll mit Novellierung der Landesbauverordnungen erleichtert werden. Foto: Götz Wrage/HolzbauPlus 2018

Seminarreihe Holzbau im öffentlichen Raum gestartet: Städte und Gemeinden haben Schlüsselposition

Gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat die FNR im Rahmen der Charta für Holz 2.0 am 17. Februar in Mainz die Seminarreihe „Holzbau im öffentlichen Raum“ gestartet. Öffentliches Bauen birgt Potenziale und kann mit mehr Holzbau einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Diese Potenziale vermehrt zu nutzen und Städte und Gemeinden darin zu unterstützen, ist Ziel der Reihe.

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung mit rund 70 Teilnehmern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft stand die Diskussion über Chancen und Möglichkeiten des Holzbaus unter dem Blickwinkel von Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Dabei war man sich einig, dass der Holzbau in Städten zum einen durch Holzbau-Förderprogramme als Antwort auf die Wohnungsnot in Ballungszentren unterstützt werden kann, als auch durch vereinfachte baurechtliche Vorschriften und Genehmigungsverfahren für mehrgeschossigen Holzbau. Wissensdefizite und überholte Vorbehalte gegenüber dem Holzbau müssten schrittweise ausgeräumt und mehr Impulse zum Einsatz der zukunftsfähigen Bauweise für den Kommunal- und Landesbau gegeben werden.

Zahlreichen Vorträge zu Best-Practice-Beispielen aus dem Holzbau, Erfahrungsberichte aus der Praxis und Gesprächsrunden mit Experten machten die große Nachfrage zum Thema deutlich.

Der Auftaktveranstaltung folgen regionale Seminare zum öffentlichen Holzbau.

Quelle: FNR/W.Freese

Quelle: FNR/W.Freese

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