Infobrief der FNR 03 / 2020: Bauen

Recyclinggerechte Verwendung von Holz

Das BMEL startete am 1. Oktober 2020 über das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe den Förderaufruf „Recyclinggerechte Verwendung von Holz“.

Der Förderaufruf zielt ab auf branchenübergreifende Lösungen im Cluster Forst und Holz, die einen Mehrwert für ressourceneffizienten Materialeinsatz, Kreislaufwirtschaft und damit für den Klimaschutz erzielen. Einbezogen werden soll die gesamte Wertschöpfungskette. Lösungsansätze aus dem Bereich der Digitalisierung und Industrie 4.0 sind dabei zu berücksichtigen.

Gefördert werden Vorhaben in zwei Modulen:

  • Design for Recycling
  • Strategien und Techniken zur Erhöhung des stofflich verwertbaren Altholzaufkommens und des Altholzeinsatzes.

Einreichungsfrist für Skizzen: 31. März 2021

Gefördert aus: Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe

Wettbewerb HolzbauPlus 2020

Die Einsendefrist des inzwischen fünften Bundeswettbewerbs „HolzbauPlus – Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen 2020“ endete am 1. September. Zahlreiche Teilnehmer aus allen gewünschten Kategorien, so auch für den Sonderpreis „Die nachwachsende Kita“, beteiligten sich mit ihren Projekten am Wettbewerb. Wieder einmal zeigen die eingereichten Bauwerke das mit nachwachsenden Rohstoffen und natürlichen Baustoffen klimaschonend und nachhaltig die Baukultur bundesweit durch die Materialwahl geprägt werden kann und somit ins Blickfeld der Öffentlichkeit gelangt.

Zurzeit werden die Beiträge von der Wettbewerbsjury bewertet, die Prämierung der Gewinner ist im Januar 2021 vorgesehen.

Für Wissensdurstige: Themendossier Holzbau

Wieviel Holz ist in einem Holzhaus verbaut? Wo lassen sich Informationen zu ausgezeichneten Praxisbeispielen des Holzbaus finden? Wie schätzen Branchenexperten die Entwicklungsaussichten für den Holzbau ein? Antworten auf diese und weitere Fragen geben die Beiträge im neuen Themendossier Holzbau der FNR. Die Seite wartet auf mit Zahlen, Grafiken, Experteninterviews und vielen weiteren Informationen zum Thema Holzbau.

Online-Seminarreihe „Auf Zukunftskurs: Öffentliches Bauen mit Holz“

Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung im Februar in Mainz sollte die Seminarreihe „Holzbau im öffentlichen Raum“, die die FNR gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) gestartet hat, mit weiteren regionalen Veranstaltungen fortgeführt werden. Aufgrund der Situation der vergangenen Monate mussten jedoch alle Termine für 2020 abgesagt werden.

In Anbetracht der Corona-Situation wird die Seminarreihe in 2021 unter dem neuen Namen „Auf Zukunftskurs: Öffentliches Bauen mit Holz“ in Form von Onlineveranstaltungen fortgesetzt. Für das neue Format konnten der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Informationsverein Holz e.V. als unterstützende Partner gewonnen werden. Das Programm der Onlineveranstaltungen umfasst Vorträge zu Best-Practice-Beispielen aus dem Holzbau, Wissenswertes zum Vergaberecht und Erfahrungsberichte aus der Praxis.

Die erste Onlineveranstaltung findet im März 2021 statt. Weitere Informationen finden Sie unter: https://veranstaltungen.fnr.de/holzbau/

Holzbau in der Landwirtschaft – ressourceneffizient und digital geplant

Im Forschungsprojekt TimberPlan+ wird ein neues Planungssystem für landwirtschaftliche Gebäude entwickelt. Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Planungsinstruments für Systemhallendächer aus Holz, das den Einsatz einer materialeffizienten Dachkonstruktion in Lamellen-Holzbauweise – ReFlexRoof – ermöglicht. Dabei sollen automatisierte Fertigungs- und Vormontageprozesse eingeschlossen und dabei die besonderen Gegebenheiten kleinerer und mittlerer Unternehmen des Zimmereiwesens berücksichtigt werden.

Forscher an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) haben die Zollinger-Lamellen-Bauweise aufgegriffen und daraus eine kreisbogenförmige Brettrippendachkonstruktion aus Holz entworfen, die elementiert vorgefertigt werden kann. Das sogenannte ReFlexRoof-System ist dadurch sowohl ressourceneffizient als auch strukturell flexibel und recycelbar.

Die kreisbogenförmige Brettrippendachkonstruktion aus Holz entwarfen Forscher der HTWK Leipzig nach dem Vorbild des Merseburger Architekts Friedrich Zollinger, der bereits vor 100 Jahren an schnell anzufertigenden Baulösungen gegen die Wohnungsnot tüftelte. Foto: Flex@HTWK Leipzig

Die kreisbogenförmige Brettrippendachkonstruktion aus Holz entwarfen Forscher der HTWK Leipzig nach dem Vorbild des Merseburger Architekten Friedrich Zollinger, der bereits vor 100 Jahren an schnell anzufertigenden Baulösungen gegen die Wohnungsnot tüftelte. Foto: Flex@HTWK Leipzig

Strohgedämmte Gebäude

Das Bauen und Dämmen mit Stroh ist längst kein Geheimtipp mehr. Weil sich die Verwendungsmöglichkeiten für das umweltfreundliche, kostengünstige Material stetig erweitert haben, liegt nun eine aktualisierte Fassung der Broschüre „Strohgedämmte Gebäude“ vor. Die nun in fünfter Auflage erschienene und um neue Bauprojekte ergänzte Broschüre zeigt, dass Stroh ein durchaus konkurrenzfähiger Baustoff ist.

Die Broschüre liegt zum Download und zur Bestellung in der Mediathek der FNR bereit. Bild: FNR

Die Broschüre liegt zum Download und zur Bestellung in der Mediathek der FNR bereit. Bild: FNR

Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

Als Basisbroschüre zum Thema "Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen" gibt die Veröffentlichung einen Überblick über die Vielfalt und Leistungsfähigkeit moderner Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Das überarbeitete Heft beinhaltet die aktuellsten Kenntnisse zu Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen sowie weiterer Materialien für den Ausbau.

Broschürentitel "Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen"

Broschürentitel "Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen"

Altbausanierung mit nachwachsenden Rohstoffen

Das sehr umfangreiche und detaillierte Standardwerk zum Sanieren mit nachwachsenden Rohstoffen liegt nun in der 5. Aktualisierten Auflage vor. Vom theoretischen Vorbereitungsteil bis zur praktischen Ausführung spannt die Broschüre „Altbausanierung mit nachwachsenden Rohstoffen“ einen wissenswerten Bogen für Bauherren, Planer und Handwerker, die sich in der Altbausanierung betätigen und dabei auf nachhaltige ökologische Materialien nicht verzichten wollen. In der nun vorliegenden Ausgabe wurde der Bereich der Dämmstoffe, einiger Konstruktionsvorschläge sowie rechtliche Regelungen an die jetzigen Vorgaben und Gegebenheiten angepasst.

Broschürentitel "Altbausanierung mit nachwachsenden Rohstoffen"

Broschürentitel "Altbausanierung mit nachwachsenden Rohstoffen"

Die „Virtuelle Baustelle“ zeigt das Bauen mit Holz und Naturdämmstoffen

Ökologisch bauen, gesund wohnen, nachhaltig handeln – eine Frage der richtigen Materialien für Neubau und Sanierung. Wer sich mit Hausbau oder der Sanierung von Gebäuden beschäftigt, der stößt auf eine schier endlose Vielfalt an Bauprodukten.

Die virtuelle Baustelle wendet sich mit ihren dargestellten Konstruktionsvorschlägen an Bauherren und Verbraucher. Sie zeigt, wie Sie Ihr Gebäude effektiv dämmen und dadurch den Energiebedarf senken können und setzt dabei bewusst auf alternative Möglichkeiten, die die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen im Baubereich bietet.

Dem Verbraucher wird die Möglichkeit geboten, auf gesammeltes Wissen aus dem Bereich der nachwachsenden Rohstoffe zurückzugreifen, um sich eine lange und aufreibende Suche nach dem richtigen Detail/Produkt bzw. der einen oder anderen Frage zu ersparen.

Nachwachsende Rohstoffe vom Keller bis zum Dach: Die virtuelle Baustelle der FNR erleichtert Verbrauchern die Produktauswahl. Quelle: FNR

Nachwachsende Rohstoffe vom Keller bis zum Dach: Die virtuelle Baustelle der FNR erleichtert Verbrauchern die Produktauswahl. Quelle: FNR

 

Bauen mit Holz: Thünen Report 78 zu Rahmenbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten veröffentlicht

Der Thünen Report 78 zur „Entwicklung der Rahmenbedingungen für das Bauen mit Holz in Deutschland“ gibt einen aktuellen Überblick über die gesamte Holzbaubranche. Fazit: die Rahmenbedingungen für das Bauen mit Holz haben sich in den letzten Jahren spürbar verbessert, aber zugleich besteht weiteres Potenzial. Dabei beleuchten die Autoren ganz unterschiedliche Aspekte des Holzbaus – von der Vorbildfunktion der öffentlichen Hand über den Wissenstransfer in die Praxis bis hin zu den rechtlichen Regelungen und der Nachwuchssicherung im Cluster, um nur einige zu nennen. Das Thünen-Institut für Holzforschung begleitet und evaluiert den Prozess zur Charta für Holz 2.0 wissenschaftlich. Der Report ist online in der Mediathek der Charta-für-Holz-Webseite abrufbar.