Infobrief der FNR 02/2023: 

Die Sieger im Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2022/23 stehen fest

Das BMEL zeichnete auf dem Deutschen Holzbaukongress am 4. Juli 2023 in Berlin zehn Wettbewerbsbeiträge in fünf Kategorien mit Preisgeldern und Anerkennungen aus.

Mit dem Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2022/23 würdigte das BMEL zum sechsten Mal Bauleistungen mit Holz und weiteren nachwachsenden Baustoffen als Beitrag zur klimaschonenden und nachhaltigen Baukultur.

Als neue Kategorien in dem Bauherren-Wettbewerb waren diesmal Recyclingkonzepte mit Naturbaustoffen und urbane Verdichtung aufgenommen worden. Zudem konnten erstmals Studierende Entwürfe zum seriellen Wohnungsbau in der Sparte „Studentischer Ideenwettbewerb“ einreichen. Insgesamt lagen der Fachjury 139 Wettbewerbsbeiträge zur Bewertung vor, aus denen sie folgende zehn Preisträger auswählte:

Hauptkategorie: Neubau in Holz

  • Preisträger: Projekt Kunstraum Kassel (Hessen)
  • 2. Preis: Projekt Wohnen und KiTa in planetaren Grenzen, Bremen-Osterholz (Bremen)
  • Sonderpreis: Projekt Bedürfnisanstalt im Park an der Ilm, Weimar (Thüringen)
  • Anerkennung: Projekt IGS Rinteln (Niedersachsen)

Hauptkategorie: Sanierung, Umnutzung und Revitalisierung von Bestandsgebäuden

  • Preisträger: Projekt Wilhelm-Gentz-Schule Neuruppin (Brandenburg)

Sonderkategorie: Urbane Verdichtung

  • Preisträger: Projekt Wohn- und Geschäftshaus Buggi 52, Freiburg (Baden-Württemberg)
  • Anerkennung: Projekt Bundesgeschäftsstelle Deutscher Alpenverein, München (Bayern)

Sonderkategorie: Recyclingkonzepte mit Naturbaustoffen

  • Preisträger: Projekt Haus St. Wunibald Benediktinerkloster Plankstetten (Bayern)
  • Anerkennung: Projekt Ausbauhaus Südkreuz Berlin (Berlin)

Sonderkategorie: Studentischer Ideenwettbewerb „Klimafreundlicher serieller Wohnungsbau“

Preisträger: Entwurf Neighbourwood, Berlin (Berlin)

Studentenwettbewerb „Das nachwachsende Haus“

Mit dem Studentenwettbewerb „Das nachwachsende Haus“ wirbt die FNR Ausstellungskonzepte ein, die breiten Zielgruppen die Mögliuchkeiten des Bauens mit nachwachsenden Baustoffen nahebringen sollen. Nach einer umfänglichen Bewerbungsphase für die kreative Ideenfindung zum „Nachwachsenden Haus“ endete der Wettbewerb am 31. März 2023.

Die Jury unter Vorsitz von Prof. Eike Roswag-Klinge vom Natural Building Lab der TU Berlin wählte unter den 30 eingesendeten Arbeiten drei Preisträger und vier lobende Erwähnungen aus.

Zu den Preisträgern zählen eine hölzerne Transportbox, die in der Lage ist, zu drei verschieden großen Räumen heranzuwachsen, eine Kombination von Modulen aus Holz und seinem verarbeiteten Produkt Papier sowie ein Haus-in-Haus-Prinzip mit Satteldach-Kubatur als Sinnbild für die Darstellung eines (nach-) wachsenden Hauses.

Die bauliche Realisierung eines der Preise und die Nutzung als Wanderausstellung ab 2024 wird in Abstimmung mit dem BMEL wird angestrebt. Die Ausstellung „Das nachwachsende Haus“ soll insbesondere für Kommunen bereitgestellt und für Messe- und Veranstaltungsauftritte verwendet werden.

Brandschutzbemessung für geklebte Holzteile optimiert

Firenwood legt Projektergebnisse vor/ Weitere elf ForestValue-Vorhaben endeten

Zwölf über das europäische Netzwerk ERA-Net Co-fund ForestValue geförderte Forschungsprojekte mit deutscher Beteiligung sind jetzt abgeschlossen worden. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützte die Finanzierung der deutschen Partner in den Projekten über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) mit 4 Millionen Euro aus dem Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe. Die EU beteiligte sich mit einer Co-Finanzierung von ca. 430.000 Euro aus dem Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020.

Die je sechs Forschungsvorhaben zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung und zum klimafreundlichen Holzbau resultierten aus einem ersten gemeinschaftlichen Förderaufruf des ForestValue-Netzwerkes im Jahr 2017.

Lückenhaftes Fachwissen zum Brandschutz verursacht Vorbehalte…

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Geklebte Brettschichthölzer wie dieses wurden neben weiteren geklebten Holzkonstruktionen im ForestValue-Teilprojekt FIRENWOOD auf ihr Brandverhalten untersucht. Foto: J. Böthling

Geklebte Brettschichthölzer wie dieses wurden neben weiteren geklebten Holzkonstruktionen im ForestValue-Teilprojekt FIRENWOOD auf ihr Brandverhalten untersucht. Foto: J. Böthling

Seminarreihe Auf Zukunftskurs: Öffentliches Bauen mit Holz

Wie kann das weitgehend klimaneutrale Errichten öffentlicher Gebäude mittels Holzbau gelingen?

Mit der von der FNR im Rahmen der Charta für Holz 2.0 durchgeführten Seminarreihe „Auf Zukunftskurs: Öffentliches Bauen mit Holz“ wurden in den letzten beiden Jahren nicht zuletzt dank der Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Deutschen Landkreistag, dem Deutschen Städtetag und dem Informationsdienst Holz mehrere tausend Teilnehmer erreicht.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe steht die Diskussion der Chancen und Möglichkeiten des Holzbaus unter dem Blickwinkel von Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Wissensdefizite und überholte Vorbehalte gegenüber dem Holzbau sollen ausgeräumt und Impulse zum Einsatz der zukunftsfähigen Bauweise für den Kommunal- und Landesbau gegeben werden.

Diese Seminarreihe wird 2023 mit weiteren Veranstaltungen rund um die Themen Modularer Wohnungsbau, Modulbauten für Schulen und KITA sowie Zirkuläres Bauen und Serielles Sanieren im öffentlichen Bereich fortgesetzt. Mit den Projekten MOKIB - Modulare KITA-Bauten für Berlin und Weiterverwendbares Schulgebäude in Holzmodulbauweise in Bitburg-Prüm werden zwei Holzmodul- und Elementbauweisen für öffentliche Auftraggeber am 27. September 2023 vorgestellt.

Broschüre „Ausbauen und Gestalten mit nachwachsenden Rohstoffen“

Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen binden Kohlenstoff für lange Zeiträume, zudem verbraucht deren Erzeugung in der Regel im Vergleich zu konventionellen mineralischen Baustoffen weniger Energie.

Wenn wir also den heutigen gesellschaftlichen Prämissen von Klimaschutz und Energieeffizienz auch im Bauwesen Rechnung tragen wollen, sind nachwachsende Baustoffe erste Wahl. Hinzu kommen bestimmte bauphysikalische Vorzüge, eine hohe ästhetische Qualität, Langlebigkeit und leichte Entsorgbarkeit.

Die vorliegende 3. Auflage der Broschüre „Ausbauen und Gestalten mit nachwachsenden Rohstoffen“ gibt einen Überblick über die vielfältigen Angebote und die breiten Anwendungsmöglichkeiten von Baustoffen aus nachwachsenden Rohstoffen von den Naturfarben über die natürlichen Böden, die Gestaltung der Innenwände, Möbel aus Holz für den Innen- und Außenbereich, ein Ausblick zu Fenster- und Türen sowie biobasierten Baumaterialien.

Ausbauen und Gestalten

Broschüre „Strohgedämmte Gebäude“

Dem Bauen mit pflanzlichen, Kohlenstoff speichernden Materialien kommt in den nächsten Jahrzehnten eine wichtige Rolle beim Klimaschutz zu. Neben Holz und anderen Naturbaustoffen kann Stroh hier als einheimischer, in relevanten Mengen vorhandener Rohstoff punkten.

Mit der 7. Auflage der Broschüre „Strohgedämmte Gebäude“ wird fachlich fundiert und mit vielen anschaulichen Beispielen über diese besonders nachhaltige Bauweise informiert. Von der Nachhaltigkeit der Strohbauweise, zum Stand des Wissens und der Forschung in diesem Bereich bis hin zu gebauten Beispielen wird der Leser in dieses interessante Thema eingeführt und zeigt zudem, dass sich Stroh zu einem durchaus zeitgemäßen Baustoff entwickelt hat.

Strohgedämmte Gebäude