Infobrief der FNR 02 / 2021: Grußwort

Grußwort

Liebe Leserinnen und Leser,

die diesjährige Ehrung der Preisträger des Bundeswettbewerbs HolzbauPlus gestaltete sich aus nachvollziehbaren Gründen deutlich anders als in den Vorjahren. Statt der Eintrittskarte zur Preisverleihung auf der Internationalen Grünen Woche kam ein Anruf der FNR, statt persönlichem Händedruck der Bundesministerin gab es einen pandemiekonformen Gruß des Paketboten und anstelle der Laudatio vor geneigtem Auditorium anerkennende Worte per Brief. Gefreut haben sie sich trotzdem – die zehn Prämierten ebenso wie neun weitere Wettbewerbsteilnehmer, deren Bauwerke von der Fachjury mit einer lobenden Erwähnung bedacht worden waren. Ebenfalls zeitgemäß: Samt und sonders hielten sie das Auspacken von Pokal, Urkunde und Wettbewerbsbroschüre aus dem Preisträger-Päckchen mit der Kamera fest und in den sozialen Netzwerken gepostet. Impressionen zur virtuellen Preisverleihung gibt es hier: https://www.holzbauplus-wettbewerb.info/videos .

Übrigens hatten sich im fünften Durchgang des Wettbewerbs HolzbauPlus sage und schreibe 198 Bauherren und Architekten um die mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Preise des BMEL beworben – so viele wie noch nie! Allein diese Zahl lässt erkennen, dass das Bestreben des BMEL Früchte trägt, die klimafreundliche Holzverwendung in der Gesellschaft zu verankern. Schon 2004 hatte die damalige Bundesregierung mit der Charta für Holz die verstärkte Holzverwendung angeregt; seit 2017 rückt sie mit der Charta für Holz 2.0 den Dialog mit der Öffentlichkeit zum klima- und ressourcenschonenden, wertschöpfenden Einsatz nachhaltig gewonnenen Holzes in den Focus. Anfang Juni richtete die FNR deshalb im Auftrag des BMEL erneut einen öffentlichen Charta-Dialog aus. „Klima – Werte – Ressourcen: Holz zählt!“ war die virtuelle Veranstaltung überschrieben, und diesmal kamen neben Wissenschaftlern, Parlamentariern, Verbandsvertretern unter anderem Vertreter der zuständigen Ministerien in Frankreich, Schweden und Österreich zu aktuellen politischen Programmen, Initiativen und Instrumenten der nachhaltigen Holzverwendung in Europa zu Wort (https://www.charta-fuer-holz.de/charta-aktivitaeten/charta-im-dialog-2021).

In der Förderpolitik Deutschlands noch recht frisch ist die im März auf den Weg gebrachte Richtlinie „Förderung des klimafreundlichen Bauens mit Holz“. Mit diesem Instrument fördert das BMEL über die FNR Beratungsleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen, die zur Digitalisierung von Prozessen und Dienstleistungen oder zur unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit beim Bauen mit Holz führen. Zudem werden Bündnisse unabhängiger Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft – so genannte Innovationscluster – gefördert, die kleineren Unternehmen Wege zur überbetrieblichen Zusammenarbeit ebnen und ihnen zur Umsetzung aktueller Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung beim klimafreundlichen Holzbau verhelfen. Die Richtlinie und das bereitgestellte Fördermittelbudget sind begrenzt auf das Jahr 2021. Nutzen Sie die Chance und unser Angebot auf https://klimafreundliches-bauen.de/!

Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Sommer

Ihr

Dr.-Ing. Andreas Schütte