Infobrief der FNR 03 / 2020: Grußwort

Grußwort

Liebe Leserinnen und Leser,

mit dem Konjunkturpaket zur Abfederung der Corona-Folgen und zur Stabilisierung der Wirtschaft hat die Bundesregierung Anfang Juni 2020 der Forst- und Holzwirtschaft eine weitere Förderoption in Aussicht gestellt. 700 Millionen Euro stellt sie dafür bereit; den größten Teil davon macht mit 500 Millionen Euro die Nachhaltigkeitsprämie Wald aus – eine Flächenprämie für private und kommunale Waldbesitzer, deren wirtschaftliche Basis durch die Klimawandel-bedingten Waldschäden ins Wanken geraten ist. Die verbleibenden 200 Millionen Euro sind je zur Hälfte für Digitalisierung und Technikinvestitionen in der Forstwirtschaft sowie zur Unterstützung der Holzwirtschaft und des Bauens mit Holz vorgesehen.

Anders als etwa bei den Förderanträgen zur GAK, die über die Landesministerien abgewickelt werden, liegt die alleinige Zuständigkeit für die Ausgestaltung des Förderverfahrens zur Nachhaltigkeitsprämie Wald beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), das die FNR mit der Umsetzung beauftragt hat. Basis für das Ausreichen der Prämie ist eine mit dem Bundesfinanzministerium abgestimmte Förderrichtlinie mit straffer Zeitvorgabe: Die Mittel sollen bereits Ende 2021 abgeflossen sein, die 500 Millionen Euro also kurzfristig auf der Fläche ankommen. Das stellt die FNR aufgrund des schmalen Zeitfensters vor große Herausforderungen.

Die Nachhaltigkeitsprämie Wald ist im Übrigen nur eine von mehreren Fördermöglichkeiten für private Waldbesitzer. Sämtliche Optionen hat die FNR auf der Webseite privatwald.fnr.de gebündelt.

In den kommenden Monaten erwarten uns außerdem weitere spannende Betätigungsfelder: Moorbodenschutz und Torfminderung sind Themen aus dem Klimapaket der Bundesregierung, deren Umsetzung über die FNR erfolgt. Voraussichtlich kommen dazu noch die Maßnahmen zur energetischen Nutzung von Wirtschaftsdüngern.

Besonders freue ich mich, dass wir rechtzeitig zum Start dieser neuen Aufgaben das frisch sanierte so genannte Melkerhaus in direkter Nachbarschaft zum angestammten Sitz der FNR im Gülzower Gutshaus beziehen konnten. Anderthalb Jahre beanspruchte der Umbau des vormals als Wohnhaus genutzten Backsteinbaus, in dem jetzt 53 FNR-Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz haben.

Mit seiner Fertigstellung sorgt die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (LGMV) als Bauherr zudem dafür, das historische Gutsensemble in Gülzow zu erhalten und weiter aufzuwerten. Dafür danke ich der LGMV!

Herzlichst, Ihr

Dr.-Ing. Andreas Schütte