Infobrief der FNR 03/2023: 

Basisdaten Wald und Holz 2024

Was leistet der deutsche Wald, wie ist er strukturiert und wie verändert er sich? Wie viel Holz wird genutzt und wofür wird es verwendet? Die nötigen Daten und Fakten zur Beantwortung dieser und vieler anderer Fragen liefern die Basisdaten Wald und Holz in übersichtlicher und anschaulicher Weise.

Die Broschüre enthält die zum Zeitpunkt der Drucklegung verfügbaren, aktuellsten Daten. In der Mediathek (https://mediathek.fnr.de/grafiken/daten-und-fakten.html) werden die Abbildungen fortlaufend aktualisiert und um neue Themen erweitert. Sie stehen dort für Sie zum kostenlosen Download bereit.

Biologische Vielfalt im Wald auf einen Blick

Der Wald stellt uns Menschen eine Vielzahl von Gütern und Leistungen zur Verfügung. Die Grundlage dafür bildet ein komplexes Zusammenspiel aus Artenvielfalt, genetischer Vielfalt und Ökosystemvielfalt – die Biodiversität. Eine neue Infografik der FNR, die auch als Poster erhältlich ist, gibt jetzt einen Überblick über verschiedene Aspekte der Biologischen Vielfalt im Wald.

Biodiversität im Wald

Die biologische Vielfalt im Wald auf allen Ebenen – genetische Vielfalt, Artenreichtum und Ökosystemvielfalt. Grafik: Helen Gruber

FNR stellt neue Infografik zur Kreislaufwirtschaft bereit

Die FNR hat eine Infografik zur Kreislaufwirtschaft mit Holz veröffentlicht. Die Grafik reiht sich ein in mehrere Neuerscheinungen der FNR zur ressourcenschonenden Holzverwendung und ist als Grafik und als Poster über die Mediathek beziehbar. In der Grafik dargestellt und mit Zahlen zu den Stoffströmen unterlegt wird die Holz-Nutzung von der Rundholzernte über die Säge-, die Holzwerkstoff-, die Holz- und Zellstoffindustrie bis zu den verbrauchten Endprodukten und zum Recycling.

Je länger der Rohstoff Holz im Kreislauf bleibt, desto besser für das Klima, denn durch die Verwendung von Rest- und Recyclingmaterialien wird die stoffliche Holznutzung erhöht und der im Holz gebundene Kohlenstoff bleibt länger gebunden.

Wie entwickelt sich der Wasserhaushalt?

Projekt liefert wichtigen Beitrag zur Standortkartierung im Wald

Um Veränderungen beim Wasserhaushalt an Waldstandorten unter Berücksichtigung der Klimaerwärmung und Einfluss verschiedener Baumarten darzustellen, hat ein Forschungsverbund Wege aufgezeigt, die Wasserhaushaltsansprache dynamisch mit einem Wasserhaushaltsmodell zu berechnen. Das Vorhaben wurde aus dem Waldklimafonds der Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und für Umwelt, Naturschutz nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert.

Trockenheit im Wald ist nach den Dürrephasen der letzten Jahre zu einem zentralen Thema in der Forstwirtschaft geworden. Mit dem Klimawandel muss hierzulande häufiger mit Trockenperioden gerechnet werden. Der Wasserhaushalt wird so zu einer wichtigen Kenngröße für die Anbaueignung von Baumarten. Wie dringend der Handlungsbedarf…

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Braunerde in einem Versuchsbestand in Bayern. Dank überabeitetem Wasserhaushaltsmodell ist künftig auch eine kurzfristige Darstellung der jeweils aktuellen Bodenfeuchte möglich. Foto: LWF

Braunerde in einem Versuchsbestand in Bayern. Dank überabeitetem Wasserhaushaltsmodell ist künftig auch eine kurzfristige Darstellung der jeweils aktuellen Bodenfeuchte möglich. Foto: LWF

Agieren wie der Klassenprimus

Benchmarking-Konzept will Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse stärken

Mit einem spezifischen Benchmarking-Konzept will die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW – Die Waldeigentümer e. V.) zusammen mit ihrem Projektpartner Unique land use GmbH die wirtschaftlichen Aktivitäten Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse (FWZ) optimieren. Das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) geförderte Projekt BenchmarkingFWZ-II ging im Sommer 2023 an den Start.

Das betriebswirtschaftliche Know-how spielt eine zentrale Rolle bei der Steuerung Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse. „Die Entscheidungsträger in den Zusammenschlüssen brauchen belastbare Daten, die zeigen, in welchen Leistungsbereichen Gewinne erzielt werden und wo Verluste entstehen“, berichtet Projektkoordinator…

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Gemeinsam stark: Über das Benchmarking können sich Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse aus kleinen und Kleinstforstbetrieben die Methoden und Abläufe bereits gewinnbringend arbeitender Zusammenschlüsse zu eigen machen. Foto: FNR/ S. Wildermann

Gemeinsam stark: Über das Benchmarking können sich Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse aus kleinen und Kleinstforstbetrieben die Methoden und Abläufe bereits gewinnbringend arbeitender Zusammenschlüsse zu eigen machen. Foto: FNR/ S. Wildermann

Einfluss der Douglasien-Beimischung auf die Artenvielfalt

Waldklimafonds-Projekt gibt Empfehlungen für dürretolerantere Rotbuchen-Douglasien-Bestände

Die Artenvielfalt der Bodenvegetation nimmt mit zunehmenden Douglasienanteil in Buchenwäldern zu. Dass das jedoch mit einer Verbesserung der Biodiversität gleichzusetzen ist, wird aus wissenschaftlicher Sicht mit Skepsis betrachtet. Das Waldklimafonds-Projekt „BioDiv“ setzt sich intensiv mit der Fragestellung zu den Auswirkungen auf die Biodiversität von Douglasienanbau in Buchenwäldern auseinander. Nun liegen erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt vor, das von den Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und für Umwelt, Naturschutz nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert wird.

Ein zentrales Element der geplanten Klimawandelanpassung der Forstwirtschaft ist die Beimischung von dürretoleranten Baumarten in Mischwäldern. Die Rotbuche, die von Natur…

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Die Beimischung von Douglasien in Buchenwälder führt zu Veränderungen der Artenzusammensetzung und -vielfalt in der BodenDie Beimischung von Douglasien in Buchenwälder führt zu Veränderungen der Artenzusammensetzung und -vielfalt in der Bodenvegetation. Foto: Lukas Bärmann, Universität Freiburgvegetation. Foto: Lukas Bärmann, Universität Freiburg

Die Beimischung von Douglasien in Buchenwälder führt zu Veränderungen der Artenzusammensetzung und -vielfalt in der Bodenvegetation. Foto: Lukas Bärmann, Universität Freiburg

Genetischer Fingerabdruck gibt Auskunft über die Herkunft von Saatgutbeständen

Waldklimafonds-Projekt entwickelt neues Testverfahren zur Herkunftsbestimmung von forstlichem Vermehrungsgut in Europa

Das Thünen-Institut ging in dem Vorhaben „HERKUNFT“ der Frage nach, ob Saatgutbestände aus heimischem oder ortsfremdem Vermehrungsgut entstanden sind. Diese Information ist wichtig, um die Klimaanpassung des daraus gewonnenen Saatguts einzuschätzen. Als Grundlage der Forschung dienten Untersuchungen mittels Gen-Marker, anhand derer sich die genetische Ähnlichkeit der Bäume abschätzen ließ. Die Ergebnisse des Projektes, das von den Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und für Umwelt, Naturschutz nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert wurde, und insbesondere die dafür entwickelten Gen-Marker finden in der vierten Bundeswaldinventur (BWI 4) Anwendung.

Die forstwirtschaftliche Vergangenheit Deutschlands ist geprägt durch Pflanzung und Saat. In…

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Probenahme von Nadeln einer Fichte für die genetische Analyse im Labor. Anhand von über 350 Gen-Markern wurde diese Fichte auf ihre genetische Ähnlichkeit mit anderen Fichten in Deutschland und dem europäischen Ausland und damit auf ihre Herkunft untersucht. Foto: Dr. Bernd Degen, Thünen-Institut

Probenahme von Nadeln einer Fichte für die genetische Analyse im Labor. Anhand von über 350 Gen-Markern wurde diese Fichte auf ihre genetische Ähnlichkeit mit anderen Fichten in Deutschland und dem europäischen Ausland und damit auf ihre Herkunft untersucht. Foto: Dr. Bernd Degen, Thünen-Institut

WKF-Themennachmittag: Eichen - Bewährte Baumarten im Klimawandel neu gedacht

Am 24. Oktober 2023 von 14:00 bis 16:00 Uhr findet online ein Waldklimafonds-Themennachmittag mit dem Schwerpunkt „Eichen: Bewährte Baumarten im Klimawandel neu gedacht“ statt. Die vorgestellten Projekte betrachten die in Deutschland wirtschaftlich genutzten Eichenarten aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Bewirtschaftung auf Nassstandorten, hochwertiges und anpassungsfähiges Vermehrungsgut sowie die natürliche Verjüngung werden durch die Projekte beleuchtet und mit Praktikern diskutiert.

Markierte Eiche

Markierte Eiche im Mischwald (Bild: Siria Wildermann)

Seminarreihe „Digitalisierung Forst und Holz am 2.11.23

Am 02.11.23 von 14.00 bis 16.30 Uhr werden in der Online-Seminarreihe Digitalisierung Forst und Holz die digitalen Technologien in der Lieferkette Holz thematisiert. Es wird die Verbesserung der Lieferkette Holz durch den Einsatz von Informationstechnologie und intelligenter Supply Chain-Konzepte vorgestellt. Im Fokus stehen digitale Anwendungen zur Organisation der Logistik, die Erhöhung der Transportanteile auf der Schiene und die Rückverfolgbarkeit der Lieferkette. Es präsentieren Forschungseinrichtungen und Unternehmen in der Anwendung.

Holzverladung

Ein Beispiel für neue Technologien in der Lieferkette Holz ist das Verbundvorhabens VEHIT. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz sollen neue Transportlogistik und Verladebahnhöfe für den umweltfreundlichen Holztransport entwickelt werden. Foto: DB AG/Oliver Lang

Agritechnica vom 12. bis 18.11.2023 in Hannover

Vom 12. bis 18.11.2023 findet in Hannover die AGRITECHNICA - Weltleitmesse für Landtechnik - statt. Die FNR ist mit einem Messestand im Ausstellungsbereich „Technologie für Wald und Forst“ vertreten. Am Stand werden Lösungen für eine nachhaltige energetische Nutzung von Biomasse/biogenen Reststoffen, zum Beispiel zur Nahwärmeversorgung, sowie Innovationen für Wald und Forst präsentiert. Weiterhin werden aktuelle Ergebnisse aus den vom BMEL geförderten Projektvorhaben vorgestellt. Darüber hinaus wird an Hand des Bioenergiedorfmodells aufgezeigt, wie sich Bioenergiedörfer als Vorreiter der Energiewende entwickeln können.

Messestand der FNR auf der AGRITECHNICA in Hannover

Messestand der FNR auf der AGRITECHNICA in Hannover; Foto: FNR

 

Zukunft Laubholz - Holzaufkommen | Nutzungspotenziale | Innovationen

Am 21. November 2023 startet in Würzburg mit der 1. Ausgabe von „Zukunft Laubholz“ eine neue Fachtagungs-Reihe innerhalb der Initiative „Laubholz Plus“ des DeSH. Organisiert wird die Veranstaltung von der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern gGmbH in Partnerschaft mit dem Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH), proHolzBW und der FNR. Schwerpunkt ist das Spannungsfeld Holzaufkommen – Nutzungspotenziale – Innovationen.

Mit dem Klimawandel und dem Waldumbau wird der Anteil an Laubholz steigen. Der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik (WBW) fordert daher mehr Augenmerk auf langfristig nutzbare Produkte aus Laubholz, um eine entsprechende Bindung von Kohlendioxid zu gewährleisten.  Foto: FNR/Heup

Laubholz ist mittlerweile ein begehrter Rohstoff (Bild FNR/J. Heup)

Grüne Woche, Berlin (19.-28.1.24)

„Auf den Holzweg“ will die FNR die Besucher und Besucherinnen der Grünen Woche 2024 locken und die enorme Vielfalt von Holz selbst aber vor allem seiner Einsatzmöglichkeiten vorstellen. Holz ist Ausgangsmaterial für Alltags- und Hightech-Produkte. Als Baustoff erlebt es gerade eine Renaissance. Besonders nachhaltig ist Holz, weil es in einer Kaskadennutzung nach dem ersten Produktleben auf- und umgearbeitet mehrere Male genutzt werden kann. Das macht Holz zu einem für unsere Umwelt und unser Klima wichtigen CO2-Speicher.

Lassen Sie sich auf dem FNR-Messestand in der Halle 27 von dieser Vielfalt begeistern, erleben und „begreifen“ Sie spielerisch und informativ Holz und Holzprodukte.

Darüber wird die FNR auch zu anderen nachwachsenden Rohstoffen und zum Verzicht auf Torf in Pflanzerden informieren.

Logo Grüne Woche
IGW 2023

Rundgang mit Klara Geywitz, Bauministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Hier mit Dr. Torsten Gabriel, Stellv. Geschäftsführer Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. und Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft.

(v.l.n.r.)